Feuerlauf: Das kann jetzt jeder

Der Zeitpunkt-Feuerlauf vom 31. Oktober war ein eindrückliches Erlebnis, das die Teilnehmer einstimmig und «ohne Vorbehalt» weiterempfehlen.

Zuerst scheint es unmöglich, dann selbstverständlich: der Lauf über die Glut.

Man kann die Erfahrung eines Feuerlaufs auch ganz kurz fassen: Zuerst kann man es sich einfach nicht vorstellen, vier Meter über die Glut zu gehen. Und wenn man es ein paar Stunden später dann tut, erscheint es als die natürlichste Sache der Welt. Dazwischen findet ein fast unmerklicher, aber sehr starker Wandel statt, in dessen Zentrum die intuitive Wahrnehmung steht, dass der Kraft des Geistes und der Gruppe praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Oder präziser: dass die selbst auferlegten Grenzen viel zu eng sind. Wir könnten viel mehr, sogar über 700 Grad heisse Kohlen gehen.

Wenn das Feuer lodert, kann man sich noch nicht vorstellen, je durch die Glut zu gehen.Nach knapp zwei Wochen liegt die Erfahrung nun schon so weit zurück, dass sie ihre Wirkung bereits verloren haben könnte. Hat sie aber nicht. Im Gegenteil: Was ich mir an jenem Abend für mich selber vorgenommen und laut ausgesprochen habe, hat sich im besten Sinn des Wortes verinnerlicht. Was mir vorher schwer gefallen ist und eine explizite Absicht erforderte, ist mir zum natürlichen Bedürfnis geworden, das die Widerstände fast von alleine überwindet.

Wie gross der Beitrag des Feuerlaufleiters Otto Gerber dabei war, kann ich mangels Vergleich nicht beurteilen. Er, ein ehemaliger Banker und immer noch praktizierender Treuhänder ist der dienstälteste Feuerlaufleiter Europas und eher auf der nüchternen Seite des Lebens angesiedelt. In seinen Übungen und Erklärungen war nichts, was man hätte glauben müssen, kein Geschwurbel und auch kein Gschpürsch-mi, dem nicht alle hätten folgen können. Und die Stimmung am Ende des Abends war in jeder Beziehung ausgezeichnet.

Kann man einen Feuerlauf bei Otto Gerber empfehlen? Da ich mich in dieser Frage nicht auf mein eigenes Urteil verlassen wollte, fragte ich alle Teilnehmer per e-Mail, ob ein Feuerlauf bei Otto Gerber den Zeitpunkt-LeserInnen «ohne Vorbehalt», «bedingt» oder «nicht» empfohlen werden könne. Die zehn Teilnehmenden sprachen sich einstimmig für eine vorbehaltlose Empfehlung aus.

Trotzdem gibt es einen Vorbehalt: Unter den Teilnehmern am 31. Oktober im Stift Olsberg war auch Martin König, nach Otto Gerber der Feuerlaufleiter mit der längsten Erfahrung in Europa, der sein ganz persönliches Feuerlauf-Jubiläum beging und auch eine sehr stimmige Übung anleitete. Die Empfehlung aus der Umfrage bezieht sich zwar nicht auf ihn, aber eine Nennung seiner Website scheint mir absolut angemessen.

Noch eine Bemerkung zum Ort: Mir als verantwortlicher Veranstalter des Feuerlaufs war ein passender Ort sehr wichtig, weshalb wir den Stift Olsberg in der Nähe von Rheinfelden ausgewählt hatten. Einen besonderen Anteil an der guten Ambiance hatte die Homöopathin Irene Schwegler, die als Assistentin von Otto Gerber den Vorbereitungsraum sehr schön einrichtete und für ein leckeres Büffet verantwortlich war.

Fazit: Ein Feuerlauf kann jedermann empfohlen werden, der Hindernisse auflösen möchte. Es braucht weder Mut (ausgenommen bei der Anmeldung) noch eine esoterische Vorbelastung, sondern bloss die Bereitschaft, auf die innere Stimme zu hören. Und dann zu gehen – oder eben nicht.

 

Otto Gerber, Wädenswil: www.feuerlaufen.ch
Martin König, Kirchberg/BE: www.erleben-lernen.ch
Irene Schwegler, Augst: www.homoeopathie-pur.ch

 

Über

Christoph Pfluger

Submitted by reto on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

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