Hallo, Nachbar!

Wie vielfältig und komplex die Beziehungen zu unseren Nachbarn sind, zeigt die Ausstellung «Hallo, Nachbar! – Der tägliche Tanz um Nähe und Distanz» im Vögele Kultur Zentrum noch bis Ende Monat.

Und was für ein Nachbar bist du? © Rosmarie Voegtli

Wir alle meinen, uns mit Nachbarn bestens auszukennen. Denn jeder hat einen und jeder ist einer. Das Thema erscheint auf den ersten Blick relativ simpel, doch kann es ziemlich komplexe Fragen aufwerfen. Wie nah wollen wir unserem Nachbarn sein? Wieviel darf oder soll er von uns wissen? Was tragen wir persönlich zu einer angenehmen Nachbarschaft bei und ist persönlicher Austausch und Fürsorge für die Nachbarschaft überhaupt noch zeitgemäss?

Die Nachbarschaft sucht man sich im besten Fall aus, nicht aber die Nachbarn jenseits der Wand oder auf der anderen Seite des Zauns. Meist handelt es sich um ein mehr oder weniger zufälliges Zusammentreffen von Individuen. Was wir über unsere Nachbarn wissen – oder eben gerade nicht wissen wollen – wird ganz wesentlich von sinnlichen Wahrnehmungen bestimmt. Denn mit den Menschen nebenan tauschen wir uns mit allen Sinnen aus: Wir hören, sehen, riechen ihre alltäglichen Gewohnheiten und Befindlichkeiten. Dass diese nachbarschaftliche Beziehung deshalb auch ein grosses Konfliktpotenzial birgt und Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, verwundert nicht.

Finissage der Ausstellung am 25. März

Wie vielfältig und komplex die Beziehungen zu unserer unmittelbaren Umgebung sind, zeigt die Ausstellung «Hallo, Nachbar! – Der tägliche Tanz um Nähe und Distanz» im Vögele Kultur Zentrum noch bis Ende Monat. 

Anhand von 23 Werken nationaler und internationaler Kunstschaffenden, wissenschaftlichen Beiträgen, zahlreichen Exponaten aus dem Alltag, Videos, Grafiken und Architekturmodellen geht die facettenreiche Themenausstellung verschiedenen Aspekten nachbarschaftlichen Zusammenlebens nach und erörtert die Frage, was wir für uns selbst und für ein gutes Zusammenleben lernen, wenn wir den Mikrokosmos menschlicher Gemeinschaft erkunden. 

An der Finissage besteht nochmals die Möglichkeit, die Ausstellung zusammen mit der Kuratorin Nina Wiedemeyer zu begehen. Sie wird von ihren persönlichen Höhepunkten berichten und zusammen mit Mitarbeiterinnen des Vögele Kultur Zentrum nachbarschaftliche Projekte vorstellen, die während der Ausstellungszeit stattgefunden haben. 

Weitere Informationen gibt es hier: www.voegelekultur.ch

16. März 2018
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