CO2: Irland will sauber werden

Irland steigt Stück um Stück aus den fossilen Brennstoffen aus. Mitte Juli hat das irische Parlament in Dublin beschlossen alle Beteiligungen an Unternehmen und Fonds zu verkaufen, mit fossilen Brennstoffen Geld machen.

Es geht um 318 Millionen Euro, die weltweit in 150 Unternehmen investiert wurden. Wenn das Gesetz im September vom Senat bestätigt wird, kann der Beschluss vollzogen werden. Die Regierung der grünen Insel wird derzeit zu Klimaschutz-Maßnahmen gedrängt, weil das Land die Ziele, zu denen es sich auf der COOP21 in Paris verpflichtet hatte, deutlich verfehlt. Schuld sind die hohen Emissionen aus dem Verkehrssektor und der Landwirtschaft.

In den letzten Jahren ist die irische Divest-Bewegung stark gewachsen: Eine Vielzahl von Städten, Universitäten und auch Nordirland haben sich aus allen Unternehmen und Fonds herausgezogen, die mit Kohle, Gas oder Öl Geld verdienen. Unter ihnen befindet sich auch die Kirche von Irland. Sie hat ihr Engagement von 10 Prozent auf 2,5 Prozent reduziert.  Bis  2022 sollen auch die letzten Anteile „sauber“ sein.  

Inzwischen liegt dem Parlament eine Gesetzesinitiative vor, die noch weiter geht. Alle Konzessionen für die Gas- und Erdölförderung sollen nicht verlängert werden. Ob dieses Gesetz auch eine Mehrheit finden wird, ist noch sehr ungewiss. 

27. August 2018
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