Der faire Jeansladen

Jeans kaufen in fünf Minuten? Gibts bei Miriam Henninger und Walter Blauth in Freiburg im Breisgau

Der Jeansladen mit der wohl kleinsten Auswahl © fairjeans

Wenn Sie es leid sind, sich beim Einkaufsbummel zwischen der Fülle von Produkten entscheiden zu müssen, gehen Sie in den Shop von Miriam Henninger und Walter Blauth in Freiburg im Breisgau. Dort gibt es nur Jeans. Und davon nicht zu viel: drei Modelle für Herren und eines für Damen. Aber was sind schon viele schlechte Jeans im Vergleich zu einer, die wirklich gut ist?

Die Kulthose gerät immer wieder in Verruf: die ausbeuterischen Produktionsbedingungen sind nicht zu verantworten, der Chemikalien- und Wasserverbrauch für Gesundheit und Umwelt katastrophal. Das wollte Walter Blauth ändern. Als gebürtiger Pole und ehemaliger Anhänger der dortigen Solidarność-Bewegung sei er sich gewohnt, selbst aktiv zu werden, um Dinge zu verändern. «So ging es mir auch, als ich über die konventionelle Jeansproduktion erfahren habe», schreibt Blauth. Er holte Miriam Henninger ins Boot, die als Produktentwicklerin für konventionelle Modelabels ebenfalls mit den Herstellungsbedingungen haderte. Zusammen entwickelten sie «fairjeans» – eine Hose, die aus zertifizierter indischer Bio-Baumwolle hergestellt wird.

Die zwei Unternehmer versichern, dass die Näherinnen, die sie persönlich kennen, fair bezahlt würden und die Möglichkeit hätten, Gewerkschaften zu bilden. Der Stoff kommt aus der Türkei, die Knöpfe aus Italien, genäht wird in Polen. Gelabelt und etikettiert in Deutschland. Im Laden angekommen, kaufen rund 80 Prozent der Männer ihre Jeans innerhalb von fünf Minuten, schreiben die Initianten auf ihrer Website. Beide betonen die Erfüllung die sie empfinden, wenn ein Kunde mit einer «fairjeans» ihren Laden verlässt. Begründet auf der Gewissheit, ein wirklich gutes Produkt verkauft zu haben.

Mehr unter: www.fairjeans.de