Es ist Zeit für sauberes Wasser

Sechs Stunden. Für uns ist diese Zeitspanne ein typischer Arbeitstag oder ein Sonntag, der mit der Familie verbracht wird. Aber in manchen Ländern sind sechs Stunden die Zeit, die ein Kind auf ein Glas sauberes Trinkwasser warten muss.

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Frauen und Kinder reisen oft weit weg von ihrem Dorf, suchen nach der nächstgelegenen Wasserquelle oder warten in langen Schlangen vor einem Brunnen. Die Zeit, die Familien fehlt, weil sie um sauberes Wasser im Haus kämpfen müssen, wird oft übersehen.

Water.org kooperiert seit 2015 mit dem Bierbrauer Stella Artois für #GiveThemTimeBack, damit über eine Million Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu fünf Jahren sauberem Wasser erhalten.  Ihr Ziel ist, bis 2020 3,5 Millionen Menschen durch ihre gemeinsamen Anstrengungen zu erreichen.

Water.org, vor zehn Jahren von Matt Damon und Gary White gegründet, konzentriert sich auf die Stärkung von Gemeinschaften durch nachhaltige Finanzierungsmodelle, die Wasser und sanitäre Einrichtungen in vierzehn Ländern auf der ganzen Welt verbessern. Die Organisation arbeitet mit lokalen Mikrofinanzinstitutionen zusammen, um ein Wasser- und Sanitärkreditportfolio aufzubauen, in das die lokalen Gemeinschaften investieren können. «Wir sind froh, sind wir bei dieser Arbeit nicht alleine», sagt Melanie Mendrys, Director of Brand Marketing & Communications bei Water.org.

Ein Beispiel: Leneriza, eine Philippina, ist über ein Darlehen, das sie von einem Water.org-Partner erhalten hat, mit dem örtlichen Wasserversorger verbunden. Während sie früher einem Wasserverkäufer direkt $60 pro Monat entrichtete, zahlt sie jetzt nur noch $4,50 pro Monat, und das Darlehen wird sie weniger als einem Jahr zurückzahlen können. Laut Water.org gehen weltweit jedes Jahr 260 Milliarden Dollar verloren, weil die Menschen so viel Zeit auf der Suche nach sauberem Wasser verbringen – Zeit, die ihnen fehlt für Verdienstarbeit, Bildung, Gemeinschaftsaktivität. Verschmutztes Wasser, ungenügende sanitäre Einrichtungen und hygienebedingte Krankheiten fordern jedes Jahr weltweit fast eine Million Todesopfer.