Katholischer Würdenträger bezieht klar Stellung gegen die AFD

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, bewertet die AfD als offen rechtsradikal und ruft dazu auf, sie nicht zu wählen.

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen sagte er in einem Zeitungsinterview: "Ich rufe zum übergreifenden Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte auf. Es muss unmissverständlich deutlich werden: So etwas geht in diesem Land nicht, so etwas wählen wir nicht, so etwas wollen wir nicht."  Er sprach sich zugleich dafür aus, das Gefühl   „abgehängt zu sein“ ernst zu nehmen und Zuwanderung zu regulieren. Solche klare Worte katholischer Würdenträger könnte durchaus Einfluss auf die Bayernwahlen haben. Kein deutsches Bundesland ist schließlich katholischer.

Diese klare Ansage ist auch deshalb relevant, weil sich rechtsnationale Gruppierungen gerne als „Retter des christlichen Abendlandes“ bezeichnen. Was aber in der Regel aber nicht bedeutet, dass sie selber auch bekennende Christen sind. Eine repräsentative Befragung von PEGIDA-Demonstranten durch das Göttinger Institut für Demokratieforschung im Jahr 2016 stellt fest, dass 60% der aktiven PEGIDA-Anhänger konfessionslos sind, 29,7 % evangelisch und 4,3 % katholisch.  Ein für die Neuen Bundesländer durchaus typischer Befund. Das Melderegister der Stadt Dresden verzeichnet  sorgar 75 bis 80 Prozent „Konfessionslose“, 15-20 Prozent als Angehörige der Evangelischen Kirche und nur 3-5 Prozent Katholiken.

10. September 2018
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