Nachschlag zum Heft 154 Stadt | Land

Gentrifizierung: Wenn Wohnen zum Luxus wird.
Club auf SRF1, 27.3.

srf.ch

Die Städte verändern sich rasant: Quartiere werden aufgewertet, Familien durch Luxussanierungen vertrieben. Wer ist Schuld am Mangel preisgünstiger Wohnungen? Die Politik? Das Kapital? Die Yuppies? Muss man den Boden verstaatlichen oder in die Höhe bauen? In was für Städten wollen wir leben?

Gentrifizierung oder in Zürich die «Seefeldisierung» sind in aller Munde. Die Mietpreise explodieren. Wird ein Quartier aufgewertet, verdrängen gutbetuchte die angestammten Bewohner. Ganze Bevölkerungsgruppen tauschen sich aus.

Gentrifizierungsgegner fürchten eine fehlende Durchmischung der Städte, soziale Verarmung und die Ghettoisierung der Quartiere. Sie wollen mehr staatliche Förderung von Genossenschaften. Boden und Häuser sollen keine Renditeobjekte mehr sein. Dies fordert auch die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen».

Hauseigentümer und Investoren kontern: Günstiges Wohnen an bester Lage sei kein Menschenrecht, der Markt soll es regeln.

Wie aber schafft man mehr Wohnraum? Die Millionen-Metropole mit Hochhäusern als Vorbild für die Schweiz? Oder soll man das Kleinräumige bewahren? Wie wollen wir wohnen?

Unter der Leitung von Barbara Lüthi diskutieren im «Club»:

Thomas Haemmerli, Filmemacher, Autor «Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings»
Jacqueline Badran, Nationalrätin SP/ZH
Hans Egloff, Nationalrat SVP/ZH, Präsident Hauseigentümerverband Schweiz
Mathias Binswanger, Glücksforscher, Professor für Volkswirtschaftslehre FHNW
Philippe Cabane, Städteplaner, Soziologe, Humangeograph
Anja Schulthess, Wohnungssuchende

28. März 2018
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