Bankkrisen gefährden die Gesundheit

Bei Bankkrisen steigt die Anzahl der Herzanfälle regelmässig um rund 6,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Cambridge gekommen. Das Team um David Stuckler hat untersucht, wie Bankkrisen die Gesundheit in den letzten 40 Jahren beeinflussten. Damit ist diese Studie eine der ersten, die den Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen untersucht. Traf eine Bankkrise ein westliches Land, stieg die Anzahl der Herzanfälle um 6,4 Prozent. Laut der in Globalization and Health veröffentlichten Untersuchung waren diese Zahlen in den Entwicklungsländern noch höher.

Die Wissenschaftler untersuchten eine Reihe von Ereignissen zwischen 1960 und 2002. Dazu gehörten auch der amerikanische Savings and Loan-Skandal aus dem Jahr 1985 und die schwedische Finanzkrise Anfang der neunziger Jahre. Anschliessend wurden die Sterbezahlen der WHO für diesen Zeitraum einbezogen. Die Herztode stiegen regelmässig für einen kurzen Zeitraum bei jedem dieser Ereignisse an. Die Forscher halten einen Anstieg bis auf 26 Prozent in Ländern mit ungenügender Gesundheitsversorgung und schlechter Bankenregulierung für denkbar. Laut Stuckler legten diese Studienergebnisse nahe, dass bei einer Bankkrise mehr als nur finanzielle Faktoren berücksichtigt werden müssen. «Es geht nicht nur um das Geld.» Das Verhindern von Hysterie und Panik seien nicht nur für das Verhindern einer Bankkrise wichtig. Damit könnten potenziell auch Tausende Todesfälle verhindert werden. Es ist seit langem bekannt, dass Stress die Aktivität im Herzen erhöht. Der Blutfluss wird maximiert damit der Körper rasch reagieren kann.

Quelle: pressetext austria
27. Februar 2008
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