BIZ: Derivate-Clearinghäuser können das Finanzsystem zum Einsturz bringen

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel veröffentlichte auf Ersuchen Chinas hin am 16.8. einen Bericht, in dem gewarnt wird, es gebe derzeit keine Mechanismen, die das Platzen der globalen, 600 Billionen $ schweren Blase der Finanzderivate verhindern können, falls ein großer Marktteilnehmer seine Zahlungen einstellen sollte.
Der Ausschuß der BIZ für Zahlungs- und Marktinfrastrukturen und die Internationale Organisation der Wertpapierkommissionen (IOSCO) - also die Vertretungen der Zentralbanken und der Wertpapier-Aufsichtsbehörden der Welt - haben den Bericht gemeinsam vorgelegt.

Darin räumen sie ein, daß die Clearinghäuser (CCPs), die die Derivatkontrakte garantieren und deren Risiken managen sollen, gar nicht die Mittel dazu haben, und daß die CCPs selbst zu einer Gefahr für das System geworden sind.
Man sei auf „Lücken und Mängel“ in den Bereichen Erholungsplanung, Kredit- und Liquiditäts- Risikomanagement gestoßen. Die Aufsichtsbehörden sollten darin ernsten Grund zur Besorgnis erkennen und darauf mit höchster Priorität reagieren.
Business Insider gab zu, die Ergebnisse der Prüfung seien „etwas erschreckend“, denn wenn die Clearinghäuser nicht funktionieren, dann seien die Derivate „tief in das Finanzsystem eingebettete ungezündete Atombomben“.



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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


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