Die Wiedergeburt der Reinkarnation ist fällig

Über das Nachher wissen die heutigen Kirchen (fast) gar nichts (mehr)

Die unlängst in der Schweiz publizierten Ergebnisse einer Link-Umfrage zum Thema: «Was denken Sie, was nach dem Tod mit Ihnen passiert?» ergaben, dass die Kirchen heute kaum noch etwas dazu zu sagen haben. Wenig bekannt ist, worauf das Unwissen zurückzuführen ist: Geradezu verheerend hat sich menschliches Besser-Wissen-Wollen auf unseren Glauben ausgewirkt wie das Beispiel des Konzils von Kostantinopel im Jahr 553 zeigt: Damals wurde die Wiedergeburt, ein Eckpfeiler der christlichen Lehre, aus dem Kanon gestrichen.
Damit wurden die Überzeugungen des grössten Kirchengelehrten der damaligen Zeit, Origenes (185–245 n.Chr.), radikal verworfen. Auch grosse Denker wie Ibsen, Tolstoi, Goethe, Schiller und Wilhelm Busch haben Zeugnisse für die Reinkarnation abgelegt – von Ghandi und dem Dalai Lama als Vertreter anderer Religionen ganz zu schweigen.
Das unselige Ergebnis dieses Konzils wird erst nachvollziehbar, wenn man weiss, dass ihm zahlreiche Intrigen vorausgingen, die bis zu Kaiser Justinian hinaufreichten, und nur 165 von mehr als 3000 Bischöfen und nicht einmal der damalige Papst Vigilius daran teilnahmen. Nur unter dem Druck des Kaisers unterzeichnete dieser die Konzilsakte später.

Die Lehre der Wiedergeburt ist logisch, überzeugend und befreiend
Die Gesetzmässigkeiten und Konsequenzen der Reinkarnationslehre sind logisch und befreiend zugleich. Denn warum sollte ein gütiger Gott seine nach ihm geschaffenen Ebenbilder in die ewige Verdammnis schicken und den einen in ein Schloss und den andern vors Hungertuch setzen? Wie viel tröstlicher und glaubwürdiger ist da die Aussicht, dass jede neue Belastung im folgenden Leben zwar ihre Konsequenzen haben wird, man aber durch die Befolgung der Gebote Jesu auch wieder Stufe um Stufe, Leben um Leben, zurück in die Arme des Schöpfers gelangen kann. Und dieser Weg nach oben ist weder durch Wegzölle einer Kirche (Ablass!) versperrt, noch durch die fragwürdige Schuldbefreiung der Beichte zu erlangen.   
Und wie viel besser stünde es wohl um unseren Planeten, wenn jeder wüsste, dass er für seinen Egoismus und die dadurch verursachten Schäden in seinem nächsten Leben gerade zu stehen hätte?

Schon die Bibel wusste es
Dass die Lehre der Wiedergeburt der Bibel in ihrer heutigen Form widerspricht, ist leicht zu erklären. Im Anschluss an jedes Konzil musste in den kirchlichen Dokumenten alles entfernt werden, was gegen die neu beschlossenen Lehrsätze sprach. Doch glücklicherweise gibt es auch heute in der Bibel noch mehrere Stellen, die die Kirche bei der Zensur übersehen hat. Zwei Beispiele: Bei Math. 17; 10-13, bezeichnet Jesus Johannes den Täufer als den wieder gekommenen Elia. In Joh. 9; 1-3 fragen die Jünger anlässlich der Heilung des Blindgeborenen ihren Meister im Wissen um dessen Karma, ob hier denn der Blinde selbst oder seine Eltern gesündigt hätten.
Die «Beweislage» zugunsten der Wiedergeburt ist für einige fortschrittliche katholische Gelehrte derart erdrückend geworden, dass sie sogar bezweifeln, ob die Konzilsbeschlüsse von 553 überhaupt kirchenrechtliche Gültigkeit haben.
Als kritisch denkender und sich an Fakten haltender Naturwissenschaftler bin ich aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung überzeugt, dass die Kirchen bald keine (grosse) Bedeutung mehr haben werden, wenn sie so weitermachen wie bisher. Ihr schwaches Fundament ist bereits sichtbar.

Walter Zimmermann (*1940), naturwissenschaftliche Studien und Doktorat in Kulturlandschaftsgeografie; mehrmonatige Aufenthalte in Bhutan, Indien und Nepal, pens. Mittelschullehrer, befasst sich seit Jahren mit Jenseitswissen und Geistheilung.
01. Mai 2007
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