Innovative Wasseraufbereitungsmethode entwickelt

Das Phänomen der "particle-exclusion": Bei dieser Art der Wasseraufbereitungi wandern in Wasser gelöste Partikel von der hydrophilen - wasserliebenden - Oberfläche weg und hinterlassen dort eine Schicht gereinigten Wassers. Für Wasserarme länder ein Hoffnungsschimmer.

US-amerikanische Wissenschaftler haben eine neuartige Methode zur Wasseraufbereitung entwickelt. Nadelgroße, hydrophile Polymer-Nafion-Glasröhren werden dabei in mit Bakterien und Schadstoffen versetztes Wasser geleitet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich innerhalb der Röhre zwei Wasserströme bildeten. Der eine, mit Schadstoffen besetzte, wanderte dabei in die Mitte - der aus reinem Wasser bestehende verblieb an der Zylinderwand. Um die Ströme gezielt messen zu können, brachten die Forscher zwei konzentrische Röhrchen an einem Ende der Versuchsanordnung an. Zu beobachten war, dass der mit Partikeln versetzte Strom sich in die kleinere, mittig eingebrachte Röhre bewegte, während der andere in die äußere strömte.

Als Begründung für die unterschiedliche Bewegung geben die Forscher die molekulare Struktur des Wassers an deren Oberfläche an. So sei dort eine Art Flüssigkristallstruktur zu finden, die Partikel abstößt - ähnlich einem Eisblock, an dem Gegenstände abprallen. Die Hoffnung der Forscher ist, in absehbarer Zeit aus diesem Experimentalaufbau eine kostengünstige und effektive Methode zur Wasseraufbereitung entwickeln zu können. Markreif ist das Verfahren noch nicht.
Nanotechnologen sind dennoch davon überzeugt, dass die Erfindung vor allem in der Dritten Welt zum Einsatz kommen könnte, da sie auf jegliche Form von physikalischen Filtern verzichte und von daher preisgünstig sei.

http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080716031
17. Juli 2008
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