Lach-Yoga: Lachen kann man lernen, und es ist gesund


Können Sie sich daran erinnern, wann sie das letzte Mal so richtig aus vollem herzen gelacht haben? Oder ist das Lachen eher etwas, dass Sie nur kleinen Kindern und «kindischen» erwachsenen zugestehen?


Eine Geschichte zum Einstimmen: Ein Ehepaar, jeder von ihnen ist 60 Jahre alt, trifft bei einem Spaziergang einen Zauberer. Dieser gewährt jedem der beiden einen Wunsch. der Mann äussert den Wunsch, eine 30-jahre jüngere Frau haben zu wollen. «kein Problem", sagt der Zauberer. Hokuspokus, rauch steigt auf und der Mann ist 90 Jahre alt.

Kleine Kinder lachen etwa 400 mal am Tag, Erwachsene gerade 15-mal. Eine traurige Lachbilanz für uns Erwachsene, vor allem, wenn man weiss, welch positive Auswirkungen das Lachen auf unser seelisches und körperliches Befinden hat. Worüber und wie häufig wir lachen, hängt von unseren persönlichen Lebenseinstellungen ab, aber auch davon, in welchem Land wir aufgewachsen sind. Der britische Humor sieht beispielsweise vollkommen anders aus als der japanische Humor. Für mich scheint es auch einen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu geben, denn Männer lachen meist über andere Witze als Frauen. Die Fähigkeiten zu lächeln und zu lachen ist uns angeboren. Der Mensch beginnt beim Lächeln Das Lächeln des Säuglings dokumentiert zum ersten Mal die Zugehörigkeit zur menschlichen Rasse. Zunächst ist es nur ein Reflex, der durch hohe menschliche Stimmen ausgelöst wird. Nach Prof. Dr. Niels Birbaumer entwickelt sich ein Kind umso besser und schneller, je mehr es lächelt und lacht.


Was beim Lachen in unserem Körper passiert

Die Fähigkeit zu lachen ist eine Art Medizin, die uns zu nahezu jederzeit kostenlos zur Verfügung steht. Lachen kann uns gesund erhalten oder zu unserer Gesundung beitragen.

Wenn wir herzhaft lachen, passiert folgendes in unserem Körper:
- In unserem Gesicht werden alleine 18 Muskeln in Bewegung gesetzt, vor allem der Jochbeinmuskel.
- Das Zwerchfell wird in Bewegung gesetzt und massiert Leber, Galle, Milz, der
Magendarmbereich wird kräftig durchgeknetet, die Verdauung wird gefördert.
- Der Puls wird beschleunigt und der Kreislauf angekurbelt, die Haut besser
durchblutet. Aenn wir in brenzligen Situationen lachen, verlangsamen wir den
Ausstoss des Stresshormons Adrenalin und den Herzschlag, die Muskeln
entkrampfen sich.
- Die Produktion von Endorphinen (körpereigene Opium ähnliche
Substanzen) wird angekurbelt. Hierdurch können Kopf-, Zahn- und
Muskelschmerzen gelindert werden.
- Lachen baut Ärger und Angst ab und hellt unsere Stimmung auf.
- Lachen stärkt unsere Abwehrkräfte.

Und wenn mir nicht nach lachen zumute ist?

Vielleicht werden Sie nun einwenden, dass diese körperlichen Veränderungen alle schön und gut seien, aber ihnen nicht nach lachen zumute sei. Gut, das muss ich akzeptieren, doch gibt es auch hierzu einige Forschungsergebnisse: «Wer sich zu einem Lachen zwingt, bekommt bessere Laune", so könnte man die Resultate zusammenfassen. In einem Experiment stellten amerikanische Psychologen Versuchspersonen die Aufgabe, einen dünnen Bleistift zwischen die Zähne zu klemmen – was unweigerlich ein Lächeln erzeugt. Überraschenderweise stieg daraufhin das Stimmungsbarometer deutlich an. Als dieselben Versuchspersonen den Bleistift auf den gewollt aufgesetzten Schmollmund legten, sank die Laune auf den Tiefpunkt. Auch das Aussprechen des Vokals «e» – was dem Gesicht einen fröhlichen Ausdruck verleiht – führte zu einer Stimmungsverbesserung. Das Aussprechen des Vokals u, was uns eher mürrisch aussehen lässt, führte hingegen zur Verschlechterung der Stimmung. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Keine Angst, ich will damit nicht sagen, dass wir uns in schwierigen Krisensituationen nur einen Bleistift zwischen die Zähne klemmen müssten, und dann geht es uns wieder gut. Diese Experimente sollen ihnen lediglich zeigen, dass sogar ein bewusst aufgesetztes Lächeln hre Stimmung beeinflussen kann. Aber nicht nur das: wenn Sie lächeln oder lachen, wirken Sie auf die meisten Menschen sympathischer und bekommen auch mehr Sympathie entgegengebracht.


Wie Sie die Heilkraft des Lachens nutzen können

Um ein Lächeln sollten Sie sich immer bemühen. Beschäftigen sie sich einmal bewusst damit, was genau sie zum Lachen bringt. Welche Art von Filmen, Witzen, Comics und Ereignissen bringt sie zum Schmunzeln oder Lachen? Sie sollten nicht darauf warten, bis sie zufällig auf solche Ereignisse stossen, sondern diese bewusst in den Alltag einbauen. Erstellen sie sich eine Liste von all den Dingen, die ihnen Freude bereiten, ein Lächeln hervorrufen oder Sie zum Lachen bringen. Lassen Sie sich dabei nicht durch Kommentare ihrer Umwelt behindern wie etwa: «der Film ist albern. Wie kannst du so etwas nur lustig finden". Während der eine über Otto Filme lachen kann, benötigt der Andere eher den subtilen Humor der Cartoons von Loriot. Jeder Mensch hat andere Reize, die bei ihm das Lachen auslösen. Ein Massstab sollte lediglich sein, dass sie anderen damit nicht schaden. Um Schadenfreude auf Kosten und zum Schaden anderer soll es hier nicht gehen. Legen Sie sich ihre persönliche Lach-Videothek an. Lächeln Sie sich bei jedem Anblick im Spiegel zu. Halt, ich meine damit nicht auslachen sondern anlachen. Vielleicht gelingt Ihnen am Anfang eher ein verzerrtes Lächeln, keine Sorge, mit der Zeit und Übung wird ihnen das freundliche Anlächeln immer besser gelingen. Suchen Sie bewusst die Gesellschaft fröhlicher Menschen, um sich ein wenig mitreissen zu lassen. Lächeln Sie Menschen, auch fremde Menschen auf der Strasse bewusst an. Die meisten Menschen werden ihnen ebenfalls ein Lächeln entgegenbringen. Sollte dies nicht passieren, haben sie wenigstens etwas Gutes für sich und ihren Körper getan. Nutzen Sie ihre Hausmedizin namens Lächeln, die es rezeptfrei gibt und die keine Nebenwirkungen hat: Sie können davon nicht süchtig werden und sie steht immer kostenlos zur Verfügung. Der Pariser Mediziner Rubinstein empfiehlt als Dosis ca. 30 Minuten lachen täglich, in kleinen Portionen über den Tag verteilt.

Praxis-Seminar

Wann: Samstag/ Sonntag 18. & 19. August 2007
Wo: Solothurn / Schweiz
Anzahl: 6 – 12 Teilnehmer

Preis: 420.- inkl. Unterlagen und Snacks

Für: Menschen jeglichen Alters

Thema: Lachen ohne Grund. Fröhliche, dynamische Übungen geben Ihnen Schwung und Sie werden verblüfft sein, wie herzerfrischend Sie lachen können, obwohl der Grund dazu ein ganz anderer ist als sie es sonst gewohnt sind!

Inhalt: Lach-Yoga Übungen sind einfach, lustig und erst noch gesund. Alle die die Bereitschaft zum lachen mitbringen, können mitmachen. Neben den praktischen Übungen erhalten sie auch Erläuterungen zum Hintergrund und zum Anliegen dieser in den neunzigerjahren entstandenen indischen Entspannungsart. Die gemeinsame Lachmeditation lässt sie erfahren, wie lebensspendend dieses «Lachen ohne Grund» sein kann.

Ziel: Sie werden sich lachend vom Alltag erholen und der Gesundheit etwas Gutes tun. Wir verankern ein Lachen, das Jederzeit für Sie abrufbar ist. Lach-Yoga bzw. Lachen ohne Grund kann nach diesem Seminar für sich selber angewandt oder auch an Gruppen weiter gegeben werden. Man kennt die Zusammenhänge von Atem, Yoga und Lach-Yoga. Eine heitere, freudvolle und entspannende Gemüts- und Ausgangslage für Stunden, Tage oder Wochen ist sehr wahrscheinlich und kann als sehr angenehme Nebenwirkung betrachtet werden.

Anmeldung & Infos: rolf.locher@hoho-hahaha.ch

Lach-Yoga Schweiz
Rolf Locher
Lindenmattweg 13
Postfach 103
CH-3423 Ersigen

Tel 034 445 06 68
Fax 034 445 6 186
rolf.locher@hoho-hahaha.ch
http://www.hoho-hahaha.ch

05. Juli 2007
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