Let's Make Money: Der Film zur Krise

Ein Film, der die Schieflage im Finanzsystem zu erklären versucht und zur richtigen Zeit erschienen ist. Der neue Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer redet nicht nur mit Betroffenen, sondern spricht auch mit den Bad Guys der Branche.

"Die beste Zeit zu kaufen ist, wenn das Blut auf der Straße klebt. Ich füge hinzu: auch wenn es dein Eigenes ist". Dieses Zitat entstammt den Worten von Dr. Mark Mobius, dem Indiana Jones der Finanzindustrie. Er leitet den "Templeton Emerging Market Fund" und kann wohl mit Recht als Heuschrecke bezeichnet werden. Von ihm als Interviewpartner begleitet, erfährt der Zuschauer, wie die ehemaligen Entwicklungsländer, heute lieber als "Emerging Market" bezeichnet, den Fonds der Welt immer größere Renditen garantieren, den Arbeitern in Indien aber nichts übrig lassen. Mobius hat über 50 Milliarden Dollar zu verwalten und sieht es selbst nicht als seine Aufgabe an, Gedanken an Umwelt und Gesellschaft zu verschwenden. Sein Job sei es, vernünftige Renditen für die Anleger zu erwirtschaften.

Der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer zeigt dem Zuschauer relativ wertungsneutral, wie das große Geschäft mit dem virtuellen Geld aufgebaut ist. Nachdem er zuvor bereits mit der Lebensmitteldokumentation "We Feed the World" für viel Furore gesorgt hat, könnte ihm nun ein besonderer Clou gelingen. So hat der Film es bereits in der ersten Filmwoche auf den zweiten Platz in der Arthouse-Filmhitliste der AG Kino-Gilde geschafft.

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http://www.medien-mittweida.de/aktuelles/artikel/2331.html

Der Film startet Ende Januar in der Schweiz.


http://letsmakemoney.de
09. November 2008
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