Schutzzonen schaffen und nachhaltig fischen!

Überfischung der Weltmeere und Artensterben sind nichts Neues, aber Ausmaß und Geschwindigkeit der Zerstörung haben rasant zugenommen.

Viele Hai-Arten sind bald komplett ausgestorben, vielen anderen geht es nicht besser. Deshalb fordern Experten seit langem Schutzzonen. 40 Prozent der Meeresflächen sollten Schutzzonen werden, damit sich die Fischbestände erholen können, der Rest der Meere sollte kontrolliert nachhaltig befischt werden, fordert Greenpeace an der derzeit in Bonn stattfindenden Convention on Biological Diversity. Der Ruf nach der Ausweitung von Schutzgebieten und Fangquoten hat bei der Konferenz zu schweren Disputen unter den Parteien geführt. Brasilien und Argentinien stehen den internationalen Vorschlägen negativ gegenüber, berichtet BBC-Online.

Forscher fordern seit Jahren, die Meere besser zu schützen, um sie auch in Zukunft als Nahrungsquelle nutzen zu können. Besonders die Hochsee, die unter keiner staatlichen Jurisdiktion steht, sondern in der internationales Seerecht gilt, müsse vor der Ausbeutung geschützt werden. Schlüsselziel ist es, bis 2010 die Verringerung zu stoppen bzw. rückgängig zu machen. Nach Ansicht der meisten Experten sehe es allerdings in Wirklichkeit ganz anders aus. "Zunehmendes Interesse an der Thematik kann man feststellen, weil sehr viele der kommerziell genutzten Fischgründe entweder bereits so stark ausgebeutet sind oder unmittelbar vor einem Kollaps stehen", so Jacqueline McGlade, Direktorin der European Environment Agency EEA. Die vergangenen 18 Monate hätten gezeigt, wie empfindlich die Weltmeere auf den Raubbau und die Klimaveränderung reagieren. Eine Fortführung des derzeitigen Handelns werde dazu führen, dass die kommerzielle Fischerei 2050 endgültig vorbei sein werde.


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