Todenhöfer verurteilt die „Kriegspolitiker dieser Welt“

In der bekannten Fernsehtalkshow Maischberger entlarvte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete (1972-90) Jürgen Todenhöfer am 25.8. das Chaos im Nahen Osten und Nordafrika als „Teil einer Strategie der USA“, die mit der Bombardierung Afghanistans angefangen und sich dann u.a. gegen den Irak und Libyen gerichtet habe. Die Resultate könnten nicht schlimmer sein, sagte er.

Todenhöfer wagte es auch, eine Neuigkeit zu erwähnen, die in Deutschland (und ganz Europa) von den Medien unterdrückt wird: die Intervention des früheren Chef des US-Militärnachrichtendienstes DIA, Gen. Michael Flynn, der erklärte, der Aufstieg der späteren Terrorgruppen ISIL und ISIS sei eine „bewußte Entscheidung“ der Regierung Obama gewesen.


Am 26.8. veröffentlichte Todenhöfer einen ungewöhnlich scharf formulierten „Offenen Brief an alle Kriegspolitiker dieser Welt“. Darin wirft er den Verantwortlichen vor: „Ihr habt mit eurer jahrzehntelangen Kriegs- und Ausbeutungspolitik Millionen Menschen im Mittleren Osten und in Afrika ins Elend gestoßen. Wegen euch flüchten weltweit die Menschen... Immer neue Kriege, Terrorwellen und Flüchtlingskatastrophen werden die Zukunft unseres Planeten bestimmen.“ „Ihr seid totale Versager“, aber „ihr wascht eure Hände in Unschuld... Ihr gehört vor den Internationalen Strafgerichtshof.“

Todenhöfer ruft dazu auf, Massenbewegungen gegen diese Politik aufzubauen: „Wie einst GANDHI - gewaltlos, in ,zivilem Ungehorsam’.

Wir müssten neue Bewegungen und Parteien gründen. Bewegungen für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.“



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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


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04. September 2015
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