Retortenkinder tragen erhebliche Gesundheitsrisiken

Das Berner Universtätsspital Insel hält sich mit Informationen über beunruhigende Studien zurück, um seine Abteilung für künstliche Befruchtung zu schützen.

CC: Elena Kontogianni, Pixabay

Kardiologie-Professor Urs Scherrer vom Berner Inselspital hat als erster in der Schweiz die Herzkreislauf-Gesundheit von Kindern, die im Reagenzglas gezeugt wurde, 17 Jahre lang verfolgt und dokumentiert. Seine zweiten Resultate wurde soeben in der Fachzeitschrift «Journal of the American College of Cardiology» veröffentlicht. Vor allem in den USA seien seine Untersuchungsergebnisse «seit Tagen in aller Munde», berichtet die NZZ vom 7. September.

Professor Scherrer selber bezeichnet die Ergebnisse seines Forschungsteams als «sehr beunruhigend». Man müsse die künstliche Befruchtung als Risikofaktor für Schlaganfälle, Hirnschläge und andere kardiovaskuläre Erkrankungen auf die gleiche Stufe stellen wie Rauchen, Übergewicht und zu wenig körperliche Bewegung.

Solche Studienresultate sind dem Business der künstlichen Befruchtung abträglich. Das Berner Universitätsspital Insel, das seine medizinischen Leistungen wie andere Spitäler aktiv mit Communiqués und in einem Hochglanz-Magazin der Universität zu verbreiten pflegt, hüllte sich diesmal in Schweigen. Die Kommunikations-Abteilung des Inselspitals hat absichtlich nicht informiert und dies laut Angaben der NZZ schriftlich damit begründet, «dass die Forschungsergebnisse direkt einen andern Fachbereich der Insel-Gruppe tangieren».
Mit dem «andern Fachbereich» kann nur die Frauenklinik des Unispitals gemeint sein, welche künstliche Befruchtungen anbietet.

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