01. Jan 19
Warum wir meinen, es gäbe von allem zu wenig und wir müssten jede Chance nutzen, ist eine offene Frage. Vielleicht hat uns die Evolution gelehrt, nur so in einer kargen Umwelt überleben zu können.
22. Dez 18
Freundschaften wachsen langsam und erfordern viel gemeinsam verbrachte Zeit. Jeffrey Hall von der „University of Kansas“ hat sich mit der Frage beschäftigt, wie lange es braucht, bis man „befreundet“ ist. Dazu hat er Studienanfänger und Menschen begleitet, die umgezogen sind.
21. Dez 18
«Mein Vater war Vollblut-Musiker, doch seine Anstellung als Geiger im Tonhalle-Orchester setzte ihn unter Druck. Das war bei uns in der Familie stets spürbar», erinnert sich die 69-jährige Therese Rice an ihre Kindheit in Zürich-Schwamendingen.
20. Dez 18
Sterben, ohne stigmatisiert zu werden Von Heinz Rüegger
18. Dez 18
Die besten Dinge im Leben gibt es nur live. So ein magischer Moment war zweifellos die Hymne an die Haushaltapparate, die Anton Brüschweiler und Andreas Schaerer nach einmaligen Üben beim Soundcheck zum Besten gaben.
17. Dez 18
Es ist Samstagnachmittag in Basel, 30 Grad, wer kann, geht schwimmen. Katharina Zaugg geht Abfall sammeln. Bereits zum dritten Mal heute. Sie trägt dazu keinen orangen Overall und keine Handschuhe, sondern eine türkise Stoffhose und eine gehäkelte Bluse.
13. Dez 18
Marianne mag mich. Sie hat meinen Post geliked. Dafür schenke ich ihrem neuesten Foto ein Herzchen. Michael dagegen ignoriert meine Postings auf Facebook. Vor einem Jahr hat er mir mal einen «Daumen nach oben» gegeben, war ein echter Energieschub. Woher kenne ich ihn eigentlich?
12. Dez 18
Der Laut aus meiner Kehle hört sich seltsam an: Er klingt nach irgendetwas zwischen dem Grochsen eines undefinierbaren Tiers und dem Quietschen eines rostigen Türscharniers.
10. Dez 18
Gefühle haben ihre eigene Logik und eigene Wahrheiten. Unser Gefühl beruht auf der Summe all dessen, was wir gelernt und erfahren haben. Gefühle sind immer wahr, auch wenn die Fakten sie widerlegen. Man kann nicht gegen Gefühle argumentieren. Sie sind.
06. Dez 18
Beispiel: Eine Freundin erzählt beim Apéro von ihren Ferienplänen (zwei Wochen Chile), der Philosoph sagt: Fliegen ist schlecht fürs Klima.
04. Dez 18
Die Pyrrhoneer, die radikalsten Skeptiker unter den alten Griechen, glaubten, wir könnten lediglich beurteilen, wie uns die Dinge erscheinen, niemals aber, wie sie wirklich sind. Vor jeden Satz solle man die Worte «Es scheint mir gerade so, dass ...» setzen.
02. Dez 18
Das Magazin des "Greater Good Science Center" an der Universität Berkeley in Kalifornien veröffentlichte in diesen Tagen einen Artikel der Bildungsexpertin Christine Charter.
02. Dez 18
Wer in den Regeln des Benedikt von Nursia, des ersten Ordensgründers, Anweisungen zur Feier von Weihnachten im Kloster erwartet, sucht vergeblich. Das Weihnachtsfest wird mit keinem Wort erwähnt. Benedikt schrieb seine «Regula Benedicti» um das Jahr 540.
27. Nov 18
«Meine Freundin war entsetzt, als sie einen meiner erotischen Romane gelesen hatte», erzählt Autorin Lilly Grünberg, deren Protagonistinnen sich ausgesprochen gern dominieren lassen.
23. Nov 18
Es gab eine Zeit, sie ist noch gar nicht lange her, als ein anderer Glaube das Todesurteil bedeuten konnte. Es war eine Zeit, in der die gesellschaftliche Ordnung offenbar so schwach war, dass zu ihrem Erhalt alle Mitglieder dieselben inneren Überzeugungen teilen mussten.
23. Nov 18
Kirchliche Schriftgelehrte strebten bis ins späte Mittelalter nach einer allseits gültigen Interpretation der Heiligen Schrift.
21. Nov 18
«Güetun Tag, ich bi en Büeb fa zwölf Jaar, z letschtusch Mal gha biichtu bin vor drii Monat, mine letschtusch Vorsatz isch gsi: nid z flüuchu, mine niw Vorsatz isch: nid z leigu. Mini Sünde sind ...
19. Nov 18
Zur Wahrnehmung braucht es wache Sinne. Am leichtesten fällt es, wenn man eine konkrete Erfahrung machen kann. Zum Beispiel einen praktischen Versuch zum Tastsinn.
18. Nov 18
Unten im Dorf kennen sie den Anblick schon: Mönche, die in ihrem ärmellosen, dunkelroten Habit in einem Waldstück verschwinden. Nach dreissig Gehminuten taucht vor ihnen am Hang ein steil aufragendes, weisses Gebäude auf.
16. Nov 18
«Wir leben im Paradies», sagt Ramón Gartmann. «Schau mal hin, geh nach draussen in den Wald und nimm dir Zeit zum Entdecken ...» Blauäugigkeit kann man dem 36-jährigen Familienvater nicht unterstellen. So jung er auch ist, hatte er doch schon unsäglich viel Leid zu bewältigen.