Videos des angeblichen Gasangriffs in Duma waren inszeniert

Riam Dalati, ein BBC-Produzent in Syrien und Libanon, twitterte am 13.2., daß die Videos, die Folgen eines Giftgasangriffs der Regierung Assad bei Damaskus zeigen sollten, eine Fälschung waren.

„Nach fast sechsmonatigen Untersuchungen kann ich zweifelsfrei beweisen, daß die Krankenhausszene von Duma gestellt war. In dem Krankenhaus gab es keine Todesopfer“, schrieb Dalati.
Der mutmaßliche chemische Angriff ereignete sich am 7. April 2018, als die Dschihadistengruppe Dschaisch al-Islam gerade ihre Macht in Duma verlor. Die von den Dschihadisten und den vom Westen finanzierten Weißhelmen aufgenommenen Videos wurden in sämtlichen westlichen Medien (nicht zuletzt der BBC) zum Beweis dafür hochgespielt, daß der „blutrünstige Diktator Assad seine eigene Bevölkerung vergast“.

Wenige Tage später flogen amerikanische, britische und französische Streitkräfte Raketenangriffe auf angebliche syrische Chemiewaffenanlagen. Schon bald danach tauchten aus Syrien vom russischen Militär, von Journalisten, die Duma besuchten, und anderen Quellen immer mehr Beweise dafür auf, daß die Videos ein Betrug waren.
Dalati bestreitet nicht, daß ein Angriff irgendeiner Art stattgefunden hat, er wisse aber nicht, von wem und mit welchen Waffen. Er fügt hinzu: „Dschaisch al-Islam regierte Duma mit eiserner Faust. Sie haben Aktivisten, Ärzte und humanitäre Helfer mit Angst und Einschüchterung gefügig gemacht.“ Dalatis Tweet war schon nach wenigen Stunden nicht mehr öffentlich zugänglich. Mit der Zeit werden zweifellos noch viel mehr Beweise für „Fake News“ in Syrien auftauchen.

Inzwischen sind die Dschihadisten aus fast 99% ihres früheren Machtgebiets vertrieben, und die syrische Bevölkerung arbeitet daran, das Land wiederaufzubauen, während Flüchtlinge zurückkehren. Nach Angaben des Leiters des Russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Sergej Solomatin, gibt es beim Wiederaufbau der kriegszerstörten Gebiete große Fortschritte, und Rußland hilft dabei, die Infrastruktur wiederherzustellen und die Voraussetzungen für die Rückkehr der Flüchtlinge zu schaffen. „Bis zum 10. Februar 2019 wurden 31.200 Wohngebäude, 810 schulische und 137 medizinische Einrichtungen wiederhergestellt und 999,8 km Straßen repariert“, zitiert ihn TASS. Rußland unterstütze weiterhin die Arbeit an zehn Kontrollstellen für Flüchtlinge, und bis 10.2. seien 221.883 Menschen in ihre Häuser zurückgekehrt.

Am 14.2. trafen sich die Staatsoberhäupter Rußlands, des Iran und der Türkei, den drei Garantiestaaten des Waffenstillstands, in Moskau und sprachen über Möglichkeiten zur Förderung des Friedens- und Aussöhnungsprozesses in Syrien. In einem Punkt ihrer gemeinsamen Erklärung heißt es, wenn der von Präsident Trump beschlossene Abzug der US-Streitkräfte aus Syrien umgesetzt werde, „wird dies zur Stärkung von Stabilität und Sicherheit im Land beitragen“.

Weitere Quellen:
https://www.rubikon.news/artikel/spate-einsicht
https://www.plenglish.com/index.php?o=rn&id=38803&SEO=russia-denounces-…
https://southfront.org/staged-chemical-attack-videos-and-other-trends-i…

Was der Faktenfinder der Tagesschau am 12. April 2018 schrieb:
https://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/angriff-duma-101.html

 

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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).

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