Zeichen für eine neue Zeit

Der Appenzeller Beda Rechsteiner hilft Menschen, sich selbst zu heilen.

Beda Rechsteiner (Foto: Elli Lieskamp)

Als Heiler lässt sich der Urnäscher nur ungern bezeichnen. «Ums Helfen geht es», sagt Beda Rechsteiner, «und zwar so, dass es mich nachher nicht mehr braucht.» Ähnlich wie bei einem Auto, das nicht mehr laufe, stosse er ein bisschen an – fahren aber müsse jeder selbst. Gute Bodenhaftung hat er, der Lebensberater und Maler, und einen goldenen Humor. «Lebe so, dass es der Seele im Körper wohl ist», das war stets der rote Faden des 82-Jährigen: «Jede unserer Handlungen hat Folgen, derer man sich bewusst sein muss.

Solch vorausschauendes Denken ist Weisheit, denn Gedanken sind Schwingungen, die Auswirkungen haben, im Guten wie im Schlechten.» So funktioniere auch Fernheilung: mit der Kraft guter Gedanken. Rechsteiner behandelt Menschen bei sich zu Hause oder durch Fernheilung, er pendelt, entstört und befreit Häuser und malt radionisch wirkende Bilder. 1500 farbenprächtige Zeichnungen sind es inzwischen, die in ihren geometrischen Formen an die Bilder der Emma Kunz, östliche Mandalas oder Yantras erinnern. «Jedes Bild hat eine Botschaft für die neue Zeit», erklärt der Maler.

Zurück zu den Wurzeln
Seine Fähigkeit, Energie zu spüren, bekam Beda Rechsteiner in die Wiege gelegt: «Meine Urgrossmutter konnte gegen ‹Hitz ond Brand› wirken und half vielen Leuten mit Gebetsheilung.» Von der eigenen Begabung ahnte er lange nichts. Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof, lernte er früh den Umgang mit Tieren und der Scholle. Doch lieber wurde er Briefträger. Er lernte viel im täglichen Austausch mit Menschen. Später schärfte er seine Beobachtungsgabe als Vertreter der Leinenweberei Langental und entdeckte seine Fähigkeit, zu beraten.

Jeder Mensch hat zwei Wölfe in sich; einen guten und einen schlechten. Weisst du, welcher Wolf gewinnt?

Doch das Leben wollte es anders. Sein Vater erkrankte schwer, was ihn zu einem einschneidenden Schritt bewog: «Ich kehrte nach Hause zurück und übernahm den elterlichen Hof samt Viehzucht und Milchwirtschaft.» Von einem Tag auf den anderen war er nun selbständiger Landwirt. «Ein komplett anderes Leben, das mich wieder in Kontakt brachte mit der Erde.» Unmerklich meldeten sich auch die Ahnen zurück: Ein vergilbtes Büchlein mit den Gebetsheilungen der Urgrossmutter fiel ihm in die Hände. «Zuerst experimentierte ich mit den Kühen, sprach die Gebete und legte den Tieren intuitiv die Hände auf. Ich merkte, wie sie sich beruhigten und konnte ihnen fortan auch bei gesundheitlichen Problemen so helfen.»
Die Tiere gediehen prächtig. Zunehmend behandelte er nun auch Menschen, brachte manches Zipperlein zum Verschwinden, ohne darüber viel Aufhebens zu machen. «Helfen kommt aus dem Bauch heraus und wirkt übers Herz. Der Kopf kommt zuletzt. Ganz anders bei den Materialisten: Ihr Kopf berechnet immer zuerst, und das zeigt sich auch in egoistischem Handeln.»

Gerüttelt, geschüttelt und geschubst
Eines Morgens fand er seine Frau tot im Bett. Ein Schicksalsschlag aus dem Nichts. Heute weiss er mehr: «Es gibt Menschen, die anderen Menschen gezielt Energie rauben. Das kann einen so plötzlichen Tod herbeiführen.» Schuld zu suchen, liegt ihm fern. «Seit ich eine Botschaft von meiner Frau erhalten habe, dass es ihr gut gehe, wo sie jetzt ist, glaube ich, dass gute Menschen zu Engeln werden, die uns in Liebe begleiten.»
Seine Geschwister halfen ihm viel auf dem Hof. Später kam seine tatkräftige zweite Ehefrau dazu: «Auch durch sie konnte ich viel lernen – etwa über die Manipulation in Beziehungen –, eine Erkenntnis, die uns nach fünfzehn Jahren getrennte Wege gehen liess.»

Als er eines Tages auf seinem Pachtland Kirschen pflücken wollte, wurde er vom Widder überrascht, der seine weidende Herde in Gefahr wähnte: «Er schubste mich heftig von hinten weg, gerade als ich auf den Baum steigen wollte. Ein stechender Schmerz – und meine Kniesehne war gerissen. Das Ende meiner landwirtschaftlichen Tätigkeit.»

Den guten Wolf füttern
«Alles, was gegen die Harmonie geht, stört. Es gilt, diesen Störfaktoren keine Nahrung zu geben. Jeder Mensch hat zwei Wölfe in sich; einen guten und einen schlechten. Weisst du, welcher Wolf gewinnt? Ganz einfach: der, den du fütterst ...» Er folge jetzt ganz dem Impuls, harmonische Formen zu malen. «Jedes Bild entspringt einer Eingebung, trägt eine Botschaft für die neue Zeit, deren Kraft durch das Gemalte auf materieller Ebene wirken kann.» Tatsächlich finden seine Energiebilder vielfältige Verwendung: zur Stärkung, Entstörung, Reinigung von Häusern und Orten, Programmierung von Wasser, Schutz usw. In seinen Beratungen braucht er sie in Würfelform als Pendel, oder er legt den Klienten ein Büchlein mit einer Auswahl an Bildern vor, aus denen das aktuelle Thema ausgewählt wird. «Allein das Betrachten löst etwas aus.»
Aktuell gehe es um den Sonnenfaktor: «Nämlich darum, die Sonne im Leben wieder zuzulassen.» Auch das Reich der Mutter Erde sei ein Leitthema der heutigen Zeit.

Das Büchlein der Urgrossmutter braucht er längst nicht mehr, hatte sie darin doch in feiner Schrift vermerkt: «Die Gebete gelten, bis die neue Zeit kommt.»
«Das Alte bäumt sich zwar noch auf», sagt Rechsteiner, «doch neue Kräfte wirken bereits, mit ihnen werden mehr und mehr die Sonnenkinder, Gerechtigkeit und Harmonie leben ...»    
Kontakt Beda Rechsteiner: 071 364 19 34

13. Mai 2018
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