Kampagne für Fair Food gestartet

Am 23. September wird in der Schweiz über die „Fair-Food-Initiative“ abgestimmt. Mit einer Pressekonferenz kündigten die Grünen in Bern den Start ihrer Kampagne an, und stellten die Bedeutung des Ernährungssystems für den Klimawandel in den Vordergrund.

Redaktion

 

Die Initiative will den Anteil an tierfreundlich, umweltfreundlich und fair erzeugten Nahrungsmitteln am Verbrauch erhöhen. Nicht nur Schweizer Lebensmittel, die klima- und umweltfreundlich hergestellt werden, sollen gefördert werden. Da die Hälfte Importware ist, soll auch hier der Hebel angesetzt werden. Lebensmittel, die den von ihnen vorgeschlagenen Anforderungen genügen, sollen begünstigt werden. Damit sich Konsumentinnen in Zukunft einfacher für nachhaltige Lebensmittel entscheiden können, soll die Deklaration, wie z.B. Tiere gehalten werden, verbessert werden. Die Grünen sind der Ansicht, dass Lebensmittel deswegen nicht unbedingt teurer werden müssten. Da die SchweizerInnen nur sieben Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, handele es sich um ein überschaubares Risiko. Die Initiative wird von Umwelt-, Landwirtschafts-, KonsumentInnen- und Entwicklungsorganisationen unterstützt. Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutzes (STS), wies auf der Pressekonferenz auf das Tierleid hin. Die Schweiz importiere jährlich das Fleisch von 100 Millionen Tieren. Viele lebten unter Bedingungen, die in der Schweiz verboten seien. Für die Abstimmungsplakate setzen die InitiantInnen auf die Slogans: "Regional statt eingeflogen", "Tierwohl statt Tierfabrik" und "Fairer Handel statt Ausbeutung".

Im Parlament stimmten u.a. die Kleinbauern-Vereinigung, die Bauern-Gewerkschaft Uniterre, die Landfrauen- und der Bäuerinnenverband dafür.

12. August 2018
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