Fernsehen und Videospiele schaden dem Gleichgewicht

Vier von zehn Kindern können nicht gerade stehen

Kinder, die zuviel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, schaden damit ihrem Gleichgewichtssinn und neigen zu Haltungsschwächen. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die Ärzte und Wissenschaftler der Aktion Kid Check. Seit 1999 wurden 1.600 Kinder und Jugendliche im Saarland mit dem Ziel untersucht, schlechte Körperhaltungen zu erkennen, die Ursachen zu erforschen und die Haltung durch Training zu verbessern. Vier von zehn Kindern waren im Zuge der Tests nicht in der Lage, im Stehen eine stabile Körperhaltung einzunehmen und zu bewahren. "Erst wenn wir genau verstehen, wie die Haltungsschäden entstehen, können wir gezielt dagegen vorgehen", so der ärztliche Leiter Eduard Schmitt.
Bei einem speziellen Test schlugen sich Kinder, die viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, besonders schlecht. Sie mussten erst mit geöffneten, dann mit geschlossenen Augen eine Minute still stehen. Dabei wurden die Körperschwankungen gemessen. Vor allem bei geschlossenen Augen zeigten sich Defizite bei den Kindern. Im Normalfall sind neben den Augen auch Sinneszellen in den Fußsohlen, in Haut, Muskeln, Sehnen und Gelenken sowie das Gleichgewichtsorgan im Ohr für die Steuerung unserer Körperhaltung verantwortlich. Häufiges Fernsehen und Videospielen führen jedoch dazu, dass die visuelle Wahrnehmung trainiert wird und eine dominierende Rolle übernimmt.Quelle: pressetext.austria
06. März 2008
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