Genossenschafter der Energiewende werden

«Nicht nur A sagen, sondern auch B tun» dies erwartet Amadeus Wittwer zumindest von den 20 000 Menschen, die im Mai am ‹Menschenstrom gegen Atom› teilgenommen haben. Mindestens 2000 von ihnen sollen die Energiewende aktiv mit gestalten und Mitglied von der ‹Energie Genossenschaft Schweiz› werden. Wenn bis zum 1.November 2000 Anteilscheine à 500.- reserviert werden, wird die Genossenschaft ins Leben gerufen.

Aus Kleinem soll Grosses entstehen: Die ‹Energie Genossenschaft Schweiz› will kleine, dezentrale Solarkraftwerke verteilt auf viele, einzelne Hausdächer bauen. In Zukunft soll der so produzierte Strom in eine Energie-Allmende eingespeist werden, aus der alle Genossenschafter ihren Energiebedarf decken. Diese wird absichtlich mit einer Obergrenze limitiert sein, sodass jeder Haushalt nicht nur saubere, sondern auch weniger Energie braucht. Es richtet sich also besonders an jene, die bewusst ihre Energiequelle wechseln und mit weniger auskommen wollen. Was die Obergrenze sein wird, werden die Genossenschafter selbst bestimmen – man könnte sich z.B. nach den 2000-Watt-Gesellschaft Zielen richten, sagt Wittwer.

Wer mitmacht, kann verschiedenartig davon profitieren: Zum Beispiel auf dem eigenen Dach eine Solaranlage finanzieren lassen, zum Selbstkostenpreis Solarpanels kaufen, zu einem fairen Preis Solarenergie beziehen oder mitbestimmen, was mit den Überschüssen der Genossenschaft geschehen soll.

www.energiegenossenschaft.ch

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