Weisse Elefanten

Der König von Siam wusste, wie er sich gegenüber einem internen Feind zu verhalten hat, er würde ihm einen weißen Elefanten schenken.

Weiße Elefanten sind in der Natur sehr selten und darum heilig. Heilig sein bedeutet, dass sie nicht zur Arbeit benützt werden durften. Aber selbst ein heiliger Elefant braucht Nahrung, und zwar ziemlich viel. Genug, um aus einem reichen Mann einen armen zu machen.

Mein verstorbener Freund General Matti Peled, der einmal der Quartiermeistergeneral der Armee war, wies auf die Ähnlichkeit zwischen diesen Elefanten und vielen der Geschenke, die wir vom US-Präsidenten bekommen, hin.

Nach den Bedingungen der militärischen Subventionen muss der größte Teil davon in den USA ausgegeben werden. Nehmen wir mal an, dass Israel Merkava-Panzer braucht, die in Israel hergestellt werden. Oder Anti-Raketen-Systeme, die auch in Israel hergestellt werden. Statt diese in Israel zu erwerben, kauft die israelische Armee amerikanische Flugzeuge, die es nicht benötigt.
Ein Flugzeug, das sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet, ist ein ungeheuer teures Objekt. Wir erhalten es zwar quasi für nichts. Aber wie der weiße Elefant benötigt das Flugzeug eine teure Wartung. Es benötigt Piloten, deren Training allein schon ein Vermögen kostet. Es benötigt Flugfelder. All diese Ausgaben zusammen sind schon viel mehr als der Preis des Flugzeugs selbst.

Aber welche Armee kann solch ein wunderbares Geschenk zurückweisen?


Der Nahe Osten wird nun von einer Herde weißer Elefanten überrannt.

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07. September 2007
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