Xi Jinping: Baut die reale Wirtschaft auf, nicht die Finanzblasen

Chinas Präsident XI Jinping besuchte kürzlich den Nordosten Chinas, der auch als „Rostgürtel“ bezeichnet wird. Die chinesische Regierung will ihn wieder zu einer führenden Industrieregion des Landes machen. Während seiner Inspektionstour durch die Region, die an Russland und Nordkorea grenzt, hob er immer wieder die Bedeutung der realen Wirtschaft in einer „neuen Form der Industrialisierung“ auf Grundlage der Einführung neuer Technologien im Produktionsprozess hervor, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Xinhua paraphrasiert seine Äusserungen: „Zu allen Zeiten brauchten die Menschen etwas zu essen, Kleidung, Wohnungen, um leben und sich nach der Arbeit erholen zu können, und die Grundlage dafür, diese Dinge sicherzustellen, war die Fähigkeit der realen Wirtschaft, die notwendigen Güter zu produzieren; die Menschen wollen Entwicklung, und die Grundlage dafür ist die Schaffung immer höherer Ebenen der Produktion in der realen Wirtschaft. Daher beruhte die Fähigkeit der Menschheit, zu existieren und sich zu entwickeln, vom Anfang bis zum Ende auf der realen Wirtschaft.“


Xinhua weist darauf hin, dass dieses Argument Präsident Xi bei seinen Inspektionsreisen durch die verschiedenen Landesteile als eine Art Leitmotiv diente. Schon 2013 in Wuhan, einem weiteren alten Industriebezirk, von dem 1911 die Revolution gegen die Qing-Dynastie ausging, hatte Yi erklärt: „Jede grosse Nation, die sich auszeichnen will, muss sich auf die reale Wirtschaft stützen und darf keine [Spekulations-] Blasen zulassen.“ Xis Warnungen sind von besonderer Bedeutung, weil derzeit die „Blasen-Wirtschaft“ in China über die Shanghaier Börse angegriffen wird. Ein verlässlicher Indikator des Wachstums der realen Wirtschaft ist die Verkehrsinfrastruktur. Beijing hat die Eisenbahnen zu einem von 7 Prioritätssektoren für die staatlichen Investitionen erklärt. In der ersten Jahrshälfte 2015 nahm China 2226 km an neugebauten Eisenbahnstrecken in Betrieb, zusätzlich zu 8427 km, die bereits 2014 in Betrieb genommen wurden.



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Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).


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05. August 2015
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