Vergiftete Äcker durch Monsanto-Herbizid

Monsanto schlägt wieder zu: nach Glyphosat erschwert nun das Herbizid Dicamba das Leben der US-Bauern

Daniel Lobo

«Wenn du es nicht brauchst, wird es dir schaden», beschrieb es ein Landwirt aus dem US-Bundesstaat Missouri gegenüber der New York Times. Dabei bezog er sich auf das Herbizid Dicamba, das in Kombination mit genetisch veränderten Baumwoll- und Sojapflanzen von Monsanto unter dem Namen «Xtend» vertrieben wird. Seit immer mehr Pflanzen unempfindlich gegen das meistgenutzte Herbizid Glyphosat sind, wissen viele Bauern in den USA nicht mehr, wie sie mit den Unkräutern auf ihren Äckern fertigwerden sollen. Monsanto versprach zu helfen. Das Problem: Dicamba ist flüchtig, heisst, es kann gasförmig werden und sich in der Luft verbreiten. Damit gelangt es von Feld zu Feld und vernichtet alle nicht-resistenten Sojapflanzungen.

Mehr als 1,3 Millionen Hektar in mindestens 16 US-Staaten seien bereits beschädigt, schätzt der Forscher Kevin Bradley, der an der Universität von Missouri arbeitet. Das neuste Kapitel im Wettrüsten zwischen Agrochemie und Natur ist geschrieben – zu Lasten der Bauern, denen kaum eine andere Wahl bleibt, als die immer neuen Unkrautvernichtungskombinationen zu verwenden, wenn sie im Geschäft bleiben wollen.

Den vollständigen Artikel gibt es bei der New York Times auf Englisch, gut aufbereitet auf Deutsch von Infosperber

10. November 2017
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