«Grüne Wende» soll die Banken retten, nicht den Planeten», sagt ein prominenter italienischer Ökonom

Um die Klimapolitik zu verstehen, müsse man den Milliarden folgen, meint Mario Giaccio, ehemaliger Dekan der Wirtschaftsfakultät der Universität Chieti-Pescara und ehemaliger Herausgeber einer Fachzeitschrift für Rohstoffwissenschaften, hat in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung La Verità.

Prof. Giaccio kritisiert die unmoralische EU-Politik, die jährlich 30 Mrd.€ für «Klimaschutz» bereitstellt, indem sie das Geld von den Mitteln für die Landwirtschaft abzieht. «In diesem Sektor wird unser Land fast 400 Mio.€ verlieren, und die am meisten bestrafte Region ist Apulien mit Kürzungen bis zu 40 Mio.€. Und das alles, um das CO2 in der Atmosphäre um 16 Milliardstel pro Jahr zu reduzieren.» Er verweist auf eine Ironie: «Seltsamerweise wird das vom Menschen verursachte Finanzchaos als Naturereignis dargestellt, und der Klimawandel, der ein Naturereignis ist, wird dem Menschen zugeschrieben.»

Die Grüne Wirtschaft sei «ein Versuch, das globale Finanzsystem mit einer riesigen neuen Finanzblase zu retten. Nicht umsonst hat das Institute of International Finance in einem Papier vom 9. Dezember 2019 die Grüne Wirtschaft als ‹das neue Gold› bezeichnet.» Doch ohne staatliche Subventionen würde die Grüne Wirtschaft scheitern:

«Um zu verstehen, wer die Klimapolitik betreibt, folgen Sie den Milliarden und den Milliardären. 2015 gründete der Finanzstabilitätsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich die ‹Klima-Taskforce›, um ‹Finanzinvestoren und Versicherer zu klimabedingten Risiken zu beraten›. Mitglieder der Task Force sind die grössten internationalen Banken, Versicherungen, Investmentfonds, grosse Öl-, Stahl-, Bergbau- und Chemieunternehmen, die weltweit ein Kapital von über 100 Billionen $ repräsentieren. Der erste globale Index für hochrangige grüne Anleihen wurde von Goldman Sachs gefördert und wird von den grössten internationalen Banken und einigen anderen Unternehmen finanziert. Der Gesamtbetrag des zu investierenden Kapitals beläuft sich auf über 600 Mrd.$. Es gibt auch einen europäischen Investitionsfonds, Breakthrough Energy, der auf der COP26 von Bill Gates, Ursula von der Leyen und dem Präsidenten der Europäischen Investitionsbank Werner Hoyer gegründet wurde.»

Diese Pläne seien 2015 im Rahmen der UN-Agenda 2030 vorbereitet worden, so Prof. Giaccio.

«Wenn sich die einflussreichsten multinationalen Konzerne und die grössten institutionellen Investoren der Welt zusammentun, um eine sog. Grüne Agenda zu finanzieren, sollte man sich fragen, was hinter den Werbekampagnen steckt, die einfache Menschen überzeugen sollen, mysteriöse Opfer zu bringen, um ‹unseren Planeten zu retten› – oder besser gesagt, um ‹ihren Planeten› zu retten? Deshalb kann man nicht gegen das Klimaproblem argumentieren, man kann nicht darüber diskutieren, weil es bereits tief in den Interessen des Grosskapitals verankert ist. In Wahrheit geht es nicht um die vielbeschworene Energiewende, sondern um Finanzgeschäfte. Das Ziel der Klimaideologie ist nicht das Wohl des Planeten und seiner Bewohner, sondern das Wohl der Hochfinanz.»

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Der Text stammt mit Zustimmung des Verlags aus dem (kostenpflichtigen) Newsletter des Schiller-Instituts.