Vollgeldreform – die wichtigste Volksinitiative seit langem in den Startlöchern

In der Schweiz sollen die privaten Banken kein Geld mehr schöpfen können. Dies fordert der Entwurf einer Volksinitiative, deren Trägerschaft sich zur Zeit bildet. Es könnte die wichtigste Volksinitiative seit Jahrzehnten werden. Das Ziel des vorgeschlagenen neuen Verfassungsartikels ist eine Geldordnung, in der allein die Nationalbank gesetzliches Zahlungsmittel in Umlauf bringt. Bis jetzt wird der grösste Teil der Geldmenge durch die Kreditvergabe der privaten Banken geschöpft – mit erheblichen Nachteilen für die wirtschaftliche Stabilität. In Zukunft müssen sich die Banken die gesamten Mittel, die sie verleihen wollen, bei der Nationalbank beschaffen. Heute benötigen sie dazu eine Mindestreserve von ein paar wenigen Prozent. Grundlage der Initiative ist das so genannten «Vollgeld», das in den USA der 30er Jahre als «100-percent-money» heftig diskutiert, aber nicht eingeführt wurde. Die Idee zur Initiative ging von einigen Mitgliedern der INWO (Initiative für eine natürliche Wirtschaftsordnung aus. Am Verfassungsentwurf beteiligt sind u.a. die Professoren Philippe Mastronardi, Peter Ulrich, Hans-Christoph Binswanger und Joseph Huber.


Die Initiativgruppe stellt den Entwurf am 13. Mai an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur vor und will damit eine breite Diskussion zum Thema anstossen, die schliesslich zur Lancierung der Volksinitiative führen soll.  Gleichzeitig findet die Gründung des Trägervereins «Monetäre Modernisierung» statt, dessen Mitgliedschaft wir allen Zeitpunkt-Lesern sehr empfehlen. Trotz allgegenwärtigen Reformbedarfs und teilweise auch -willens sind Vorstösse für echte Veränderungen mit Chancen auf Verwirklichung selten. Dies ist einer.   




Öffentliche Veranstaltung zur Schweizer Vollgeldreform.
Freitag, 13. Mai, 13.15 bis 18.00 Uhr.
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Technikumstr. 9, 8400 Winterthur, Hörsaal TL 202.
Mit Referaten von Prof. W. Kallenberger, Prof. Hans-Christoph Binswanger, Prof. Joseph Huber, Prof. Philippe Mastronardi.
Eintritt frei

Anmeldung: [email protected] Weitere Infos: www.monetative.ch