Höhenfeuer: ein Signal für den Alpenschutz

Dieses Jahr setzen 30 Höhenfeuer im Alpenraum wieder ein internationales, solidarisches Zeichen für eine nachhaltige Zukunft der Alpen. Die Feuer im Jahr der Biodiversität 2010 stehen für den Erhalt der Blumenwiesen in den Alpen.


Mit diesen solidarischen Höhenfeuern wird seit 1988 alljährlich ein eindrückliches Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes sowie gegen die Zerstörung des Ökosystemes Alpen. Die Höhenfeuer sollen AlpenbewohnerInnen Mut machen, sich für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen zu engagieren.

In diesem Jahr brennen die symbolischen Höhenfeuer «Für den Schutz der Bergblumen» und verstehen sich als Beitrag ans UNO-Jahr der Biodiversität 2010. Die bunten Blumenwiesen, wie man sie aus der Tourismuswerbung kennt, sind in der Schweiz in den letzten 60 Jahren praktisch komplett verloren gegangen. Gut 90 Prozent dieser wertvollen Trockenwiesen sind Intensivierungen und Verbuschungen zum Opfer gefallen. Dabei gehören die Trockenwiesen und -weiden zu den wichtigsten Naturinventaren des Alpenraumes, denn sie sind Lebensraum für rund die Hälfte der Pflanzen- und Tierarten.
 

Gemäss den Eintragungen in der Feuerliste auf www.feuerindenalpen.com werden vor allem in Österreich und der Schweiz Feuer entfacht, sofern keine lokalen Feuerungsverbote wegen Trockenheit dies verbieten. Einige brennen auch in Italien und Deutschland. Erfahrungsgemäss brennen mehr Feuer als in der Liste eingetragen sind, da es auch spontane Feueraktionen gibt.



Stefan Grass, Koordination im Auftrag der CIPRA Schweiz


Die CIPRA Schweiz ist der Dachverband der folgenden, im Alpenschutz
tätigen Schweizer Nichtregierungsorganisationen:

Pro Natura / WWF Schweiz / VCS Verkehrs-Club Schweiz / Schweizer Alpen-Club SAC /Schweizer Vogelschutz SVS - BirdLife / Naturfreunde Schweiz / Alpen-Initiative / Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL / Mountain Wilderness Schweiz / Schweizer Heimatschutz /Grimselverein / Rheinaubund / Schweizerische Greina-Stiftung / Fondation Uomo Natura
12. August 2010
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