Konzerne und Verantwortung: Schokolade hilft

Die Fair-Trade-Organisation Gebana hat eine «Verantwortungsschoggi» gegen verantwortungslose Konzerne lanciert. Der Erlös kommt der Konzernverantwortungsinitiative zugut.

Illustration einer Schokolade, mit der für die Konzernverantwortungsinitiative Geld gesammelt wird.

Im Grunde verlangt die Konzernverantwortungsinitiative Selbstverständliches: Schweizer Konzerne sollen sich nicht nur im Inland, sondern überall an Menschenrechte und Umweltstandards halten.

Wie oft in solchen Fällen, dürfte die Initiative nicht mit Argumenten, sondern mit Geld bekämpft werden. Damit in der Kasse des Initiativkomitees genügend Bares zur Verfügung steht, um sich Gehör zu verschaffen, hat die Fair-Trade-Organisation Gebana eine «Verantwortungsschoggi» lanciert. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf fliesst in die Kampagnenkasse der Initiative. Die Produktionskosten trägt Gebana.

Beim Genuss der Schokolade nicht vergessen: Eine Initiative gegen mächtige Widersacher zu gewinnen, ist kein Schoggischlecken. Mit dem Kauf der Schokolade ist es nicht getan.

30 Franken        2 Tafeln Verantwortungsschoggi
60 Franken        6 Tafeln Verantwortungsschoggi
100 Franken    12 Tafeln Verantwortungsschoggi
(hier bestellen)

Wie nötig die Initiative ist, zeigen ein paar Beispiele von Konzernen, die sich in der Schweiz gerne als harte aber faire Player im globalen Wettbewerb geben:
• Der Schweizer Konzern Interholco (Baar, ZG) schlägt für Tropenhölzer Strassen in den intakten Regenwald und gefährdet den vom Aussterben bedrohten Flachlandgorilla.
• Metalor bezieht Gold aus der Horror-Mine«La Rinconada» in Peru, wo tausende Kleinschürfer unter sklavenähnlichen Bedingungen nach Gold graben. Das Trinkwasser ist durch Quecksilber verseucht.
• Der luxemburgische Plantagenkonzern Socfin und seine Schweizer Tochterfirmen sind gemäss einem Bericht der Entwicklungsorganisation Brot für alle in Liberia in gravierende Menschenrechtsverletzungen involviert.
• Glencore betreibt seit Jahren Teile der Kohlenmine El Cerrejón in Kolumbien, die mit fünfzehn Sedimentierungsbecken den Fluss Ranchería verschmutzt.
(Weitere Beispiele und Hintergrundinformationen)

In der ganzen Schweiz gibt es bereits über hundert Lokalkomitees, die der Initiative vor Ort Schub verleihen. Hier können Sie sich bei einem der Komitees anmelden: https://konzern-initiative.ch/lokalkomitees/