Podcast: Aktivismus ist Leben

In diesem 6. Zeitpunkt-Terra-Nova-Podcast spreche ich mit Martin Winiecki aus der Friedensforschungsgemeinschaft Tamera in Portugal darüber, was für ein politischer Aktivismus heute Sinn macht, wie und ob wir uns als Menschen eigentlich verändern können und was wir von indigenen Kulturen lernen können.

Martin (von hinten) bei der Aktion «Nao ao Furo» an der Küste von Portugal, die (u.a.) dazu beitrug, dass die geplante Ölbohrung verhindert werden konnte. Foto: Simon du Vinage

Was heißt Aktivismus heute? Was macht Sinn, an welche Formen von Widerstand und Neugestaltung können wir glauben?

Martin Winiecki, geb. 1990, ist Aktivist und Autor und lebt in der Friedensforschungsgemeinschaft Tamera, wo er die politische Netzwerkarbeit koordiniert – und ist vernetzt mit Gemeinschaften und Aktivisten weltweit.

Unser Gespräch berührt Erfahrungen und Erfolge des Widerstandes, die Notwendigkeit des umfassenden Kulturwandels in ein nachkapitalistisches System und die inneren, alchemistischen Veränderungen, die von uns verlangt sind, um von einer Welt der Trennung in eine Kultur der Verbundenheit zu kommen.

Was für eine revolutionäre Theorie brauchen wir heute, um an ein Gelingen glauben zu können?

 

 

 

Hier ein Beispiel für eine erfolgreiche Widerstandsaktion im Süden Portugals:


Das ist die 6. Terra-Nova-Podcast-Episode. Link zu den bisherigen Folgen:

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Kommentare

Leben ist Aktivismus

von juerg.wyss
Das ist meine verdrehte Ansicht der Überschrift. Denn der Aktivismus kann nicht entstehen, wenn man nicht lebt. So würde ich den Podcast nicht Aktivismus ist Leben nennen, im besten Fall Aktivismus fürs Leben! So macht der Satz Sinn, gelebter Aktivismus für das Leben anderer. Aber in der heutigen Zeit sieht niemand mehr denUnterschied. Wie zum Beispiel der Klimawandel ist schuld, dass es uns allen schlecht geht, wir sind schuld dass es den Klimawandel gibt. Der Klimawandel ist nämlich nicht das Problem, es ist die Umweltverschmutzung, der Raubbau an der Natur, hundert Tonnen weise Plastik im Meer, die das Klima wandelt. Und damit dieser Kommentar zu dem Artikel passt: das habe ich von indigenen Lebensweisheiten!

Leben ist Aktivismus

von Paoloblueverde
Ja wunderbar, das gefällt mir, wenn es am Ort geschieht, wo die Menschen leben. Wir sind Individuen und richtig, jeder Mensch muss selber erwachen und in sich diese Kraft wecken. Wie willst du einen Schlafenden wecken? Noch schwieriger eine ganze Masse? "Nao ao furo" beweist das. Vergesst das von der Masse, sonst haben wir wieder das gleiche wie jetzt. Schau doch was Anastasia bewirkt. Du bist genau auf dem richtigen Pfad. Es ist eine spirituelle Entwicklung, die jetzt in fast jedem Menschen passiert und diese Kräfte potenzieren sich, auch wenn wir nicht in einer Masse beisammen sind. Das Gefühl, im Kosmos nicht alleine zu sein, ist ein Urvertrauen, das leben wir! Paolo di Modolo