30 Jahre harte Arbeit – und noch immer nicht müde

Das Ökodörfchen Pianta Monda feiert das einfache Leben

«Mut entsteht im Kopf, Beharrlichkeit im Herzen» – unter diesen Titel hat Ulrico Stamani von der Cooperativa Pianta Monda, die Sommerausgabe ihrer Zeitschrift «Novità» gestellt. Die Genossenschaft führt oberhalb Menzonio im Valle Maggia das vermutlich kleinste Ökodorf der Schweiz. Dauerhaft wohnhaft sind nur Ulrico und seine Partnerin SueSanna. Aber immer wieder kommen tatkräftige Gäste, die mehr oder weniger lang bleiben und Hand anlegen im Garten oder bei der Renovation der Rustici.

In diesem Jahr feiert Pianta Monda am 8., 9. und 10. September das dreissigjährige Jubiläum, «ohne Riesen-Festprogramm, einfach ganz schlicht». «Kommt einfach!» lautet die Aufforderung, die wir gerne an die Zeitpunkt-Leserschaft weiterleiten.

pianta monda
In des Rustici und den Gärten von Pianta Monda steckt nicht nur viel Liebe, sondern auch viel Arbeit (Bild Pianta Monda)

Die ursprüngliche Idee eines autarken Ökodörfchens ohne Strom, mit wenig Geld und umso mehr Handarbeit hat sich in den 30 Jahren allerdings nicht verwirklicht. Aber auch mit Solaranlage, ein paar Elektrowerkzeugen und Spenden (abzugsberechtigt) ist das Leben am steilen Südhang nicht jedermanns Sache. Aber «Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche» wird Dietrich Bonhoeffer in der Novità passenderweise zitiert.

Weitere Infos: https://www.piantamonda.ch


Weitere Zeitpunkt-Artikel über Pianta Monda:

Das Einfache – gar nicht so einfach, 11.1.2018

Einfach leben? Einfach leben! (Film-Besprechung), 7.12.2016

Gnüüsse und chrampfe. 1.9.2006

Über

Christoph Pfluger

Submitted by admin on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

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Kommentare

Die verdrehte Wahrnehmung nimmt überhand

von juerg.wyss
In der heutigen Zeit ist es unmöglich, rationelle oder logische Gedanken zu führen. Kein Wunder bei all den Fake-News und offiziellen Verdrehungen von Wörtern. Ich versuche nur Euch auf die Wahrnehmungsfehler hinzuweisen. So die Wahrnehmung des Textes im Bild des Kommentars. "Mut entsteht im Kopf, Beharrlichkeit im Herz" verdreht. Richard Löwenherz hat seinen Namen bekommen, weil er den Mut des Löwen in seinem Herz hatte. Er hiess nicht Löwenhirn. So ist die logische Schlussfolgerung, dass der Satz verkehrt ist. Richtig muss es heissen, Mut entsteht im Herzen und Beharrlichkeit im Kopf. Um ein besseres Verständnis zu bekommen, solltet Ihr vielleicht andere Worte verwenden. Für Mut emotionale Steuerung der Situation und für Beharrlichkeit stur. Dies ist sowieso eine gute Möglichkeit, das Gehirn von Fake-News zu befreien. Ersetzt die gelesenen Worte durch eigene, die das Gleiche bedeuten und erst wenn die eigenen Sätze einen Sinn ergeben, der auch für Dich logisch ist, kannst Du Fake vor echten Informationen unterscheiden. Oder zumindest einen Teil. Dieser Kommentar richtet sich an die Leser, er ist kein Angriff gegen Ulrico. Er soll Euch nur helfen Euer Gehirn selber zu benutzen statt es benutzen zu lassen. In diesem Zusammenhang möchte ich den Ausdruck künstliche Intelligenz aus meiner Warte ins Spiel bringen. Die Intelligenz eines manipulierten Menschen ist künstlich, da sie nicht aus eigenen Gedanken entstand.