EU-Spitzen trauern um Lindsey Graham, den Kriegstreiber Nr. 1
Von der Leyen, Merz, Rutte, Metsola und Selenskyj: Die prominenten Beileidsbekundungen nach dem Tod des US-Senators Lindsey Graham lesen sich wie das Who-is-who der europäischen Politik.

Merz nannte ihn einen «wahren Freund und Partner Deutschlands», von der Leyen lobte seinen Einsatz für die Ukraine und das Hochtreiben der Kosten des russischen Angriffskriegs. Solche Ehrungen für einen US-Senator sind in Europa selten. 

Dabei wird seine extreme Kriegstreiberei völlig ausgeblendet. Er forderte den Atombombenabwurf auf Gaza («Just flatten it»), den Krieg gegen den Irak und Sanktionen, die Europa «in Grund und Boden» treffen sollten. Auch Drohungen gegen Länder, die dem Internationalen Strafgerichtshof im Fall Netanjahu halfen, gehören zu seinem Erbe. 

Graham freute sich offen, dass im Ukraine-Krieg sehr viele Russen sterben. Und sagte, es sei „das beste Geld, das wir je ausgegeben haben“: Russland werde dadurch militärisch geschwächt, ohne dass Amerika einen einzigen Soldaten verliere. Öffentlich forderte er die Ermordung Putins. Bis zuletzt trieb er harte Sanktionen gegen Russland voran. Die Trauer europäischer Führungsfiguren wirft Fragen zur Werteorientierung und zur selektiven Erinnerung auf.