USA und Kuba: Gefahr einer «Cubastroika»?
Washington setzt auf wirtschaftliche Durchdringung – Havanna dementiert Geheimdeal

US-Präsident Trump bereitet nach Medienberichten ein umfassendes Wirtschaftsabkommen mit Kuba vor, das Lockerungen bei Reisen, Investitionen in Energie, Tourismus und Telekommunikation sowie möglicherweise einen Rückzug von Präsident Díaz-Canel umfassen soll. US-Medien sprechen bereits von einer »Cubastroika« – einer karibischen Variante der Perestroika, die schrittweise marktwirtschaftliche Reformen und Abhängigkeit von US-Produkten bringen und langfristig den Zusammenbruch des sozialistischen Systems fördern könnte, ähnlich wie einst in der Sowjetunion.

Die Trump-Administration wechselt von offener Konfrontation zu »Wandel durch Annäherung«: Private kubanische Unternehmer werden als strategische Partner umworben, direkte Treibstofflieferungen an Kleinbetriebe erlaubt. Außenminister Marco Rubio führt dem Vernehmen nach Gespräche. Trump selbst erklärte kürzlich in Miami, Kuba sei »reif« und werde »sehr bald fallen« – notfalls auch ohne »freundliche Übernahme«.

Havanna dementiert energisch Geheimverhandlungen, signalisiert aber Dialogbereitschaft »auf Basis des Völkerrechts und der souveränen Gleichheit«. Rechte Exilkreise in Miami und Madrid hoffen derweil auf baldigen Regierungssturz und Rückkehr vorrevolutionärer Verhältnisse.