Kolumbien kehrt in den US-Einflussbereich zurück
Neue Rechte-Regierung lanciert «Plan Patriota 2.0»

Kolumbien steht vor einer aussenpolitischen Wende. Die designierte Rechtsregierung unter Präsident Abelardo de La Espriella kündigt eine enge Zusammenarbeit mit den USA an. Noch vor der Amtsübernahme am 7. August präsentierte der künftige Verteidigungsminister Jorge Mora den «Plan Patriota 2.0». Dieser bilaterale Pakt soll die militärische Kooperation mit Washington zur zentralen Achse der neuen Sicherheitspolitik machen. 

Angebliche Kernziele sind die Bekämpfung des Drogenhandels und bewaffneter Gruppen - Ziele, die von dem scheidenden Präsident Petro mehrmals als Scheinziele entlarvt wurden. Kolumbien tritt der von Trump initiierten Allianz «Shield of the Americas» bei. Geplant sind Modernisierung von Waffensystemen, Cybersicherheit, Geheimdienstzusammenarbeit, gemeinsame Trainings und ein regionales Ausbildungszentrum in Medellín. Der ursprüngliche «Plan Patriota» (2003–2006) hatte unter Präsident Uribe zu massiver Aufrüstung und schweren Menschenrechtsverletzungen («Falsos Positivos») geführt. 

Nach vier Jahren unter dem linken Präsidenten Gustavo Petro, der auf Dialog statt Militarisierung setzte, kehrt Kolumbien damit in den «Schoß des Imperiums» zurück. Die neue Strategie stärkt die US-Interessen in Lateinamerika und wird mit Sicherheit im Land zu neuer Gewalt führen.