Mangelhafte Validierungsstudien ändern nichts an den Krebsbefunden
Mobilfunkstrahlung und Rattenkrebs: Neue Analyse bestätigt NTP-Ergebnisse

Die grosse US-NTP-Studie von 2018 zeigte klare Hinweise, dass Mobilfunkstrahlung bei männlichen Ratten bösartige Herztumore (Schwannome) verursacht. Ähnliche Befunde kamen vom italienischen Ramazzini-Institut. Schweizer und deutsche Fachgremien empfahlen deshalb Vorsorge.

2026 erschienen japanische und koreanische «Validierungsstudien», die diese Resultate angeblich widerlegen sollten. Eine neue, peer-reviewte Analyse der ICBE-EMF (mit dem ehemaligen NTP-Leiter Ronald Melnick) kommt jedoch zum Schluss: Die Studien waren so mangelhaft, dass sie die NTP-Ergebnisse weder bestätigen noch widerlegen konnten.

Probleme: Weniger Tiere pro Gruppe, nur eine einzige Dosis (die höchste NTP-Dosis fehlte), Verstoss gegen internationale Test-Richtlinien und ungenügende statistische Aussagekraft. In der koreanischen Studie traten sogar Herztumore auf – doch dies wurde ignoriert.

Die Autoren betonen: Die NTP-Befunde stehen weiter. Die Grenzwerte müssten deutlich strenger sein, und die Bevölkerung sollte besser über Risiken informiert werden. Die neuen Studien geben keine Entwarnung.