Neue US-Sanktionen treffen Kubas Gesundheitswesen
Medikamente und Spritzen blockiert – schwere Folgen für Bevölkerung

Die verschärften US-Sanktionen unter Präsident Donald Trump behindern zunehmend die Lieferung lebenswichtiger Güter nach Kuba. Seit einer Anordnung vom 1. Mai 2026 haben internationale Reedereien Transporte eingestellt. Die französische CMA CGM hält Dutzende Container im Hafen von Kingston (Jamaika) zurück, darunter über 3,5 Millionen Spritzen für das Gesundheitssystem der Provinz Santiago de Cuba. 

Auch die deutsche Reederei Hapag-Lloyd hat zwei Container mit Natriumvalproat (ein unverzichtbares Epilepsie-Medikament) im kolumbianischen Hafen Cartagena de Indias festgehalten. Medicuba S.A. kritisiert, dass dies die kontinuierliche Behandlung Tausender Patientinnen und Patienten – darunter Kinder und Ältere – gefährdet und das Recht auf Gesundheit und Leben direkt bedroht.Ana Teresita González vom kubanischen Aussenministerium betont, dass die Verschärfung der Blockade die Ankunft lebensnotwendiger Güter erschwert. Kuba stelle für niemanden eine Bedrohung dar. Die Reedereien berufen sich auf die strikte Einhaltung der US-Massnahmen und bieten teure Alternativen wie Rücksendung oder Umladung an.

Kubanische Behörden und Medicuba sehen darin eine weitere Verschärfung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, die das Gesundheitssystem massiv belastet und die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten behindert.