Brandanschläge in US-Lagerhäusern schüren Klassenzorn
Arbeiter vergelten Ausbeutung mit Feuer

In den USA mehren sich Brände in grossen Lagerhallen. Besonders Aufsehen erregte der mutmassliche Anschlag eines Lagerarbeiters auf ein Toilettenpapierdepot des Konzerns Kimberly-Clark in Kalifornien. Der 29-Jährige filmte sich selbst, während die Halle lichterloh brannte, und erklärte, er habe dem Unternehmen Milliarden gekostet. «Ihr hättet uns nur einen Lohn zahlen müssen, der zum Leben reicht», sagte er. Der Schaden belief sich auf mehrere hundert Millionen Dollar. Niemand wurde verletzt. 
woz.ch

Der Vorfall löste breite Zustimmung in sozialen Medien aus. Viele Nutzer feierten die Tat als gerechte Antwort auf tiefe Ungleichheit. Der Täter verdiente rund 18 Dollar pro Stunde, während der Konzernchef Millionen einstrich und Milliarden für Aktienrückkäufe ausgaben. Ähnliche Brände folgten in anderen Bundesstaaten, darunter bei Amazon. Die Ereignisse erinnern an historische Aufstände und zeigen einen wachsenden Hass auf Superreiche. Gewerkschaften verlieren an Einfluss, individuelle Aktionen treten an ihre Stelle. Experten warnen vor weiterer Eskalation, falls Löhne und Lebenshaltungskosten weiter auseinanderklaffen. Der Vorfall verdeutlicht den Zustand eines zerrissenen Landes, in dem der Klassenkampf von unten neue, radikale Formen annimmt.