Der EU-Think-Tank EUISS attestiert der EU strukturelle Nachteile im globalen Wettlauf um KI – vor allem in puncto Energie.
Die USA haben demnach mehr Ressourcen zur Verfügung; China zieht grossen Nutzen aus staatlicher Planung.

Der EU-Think-Tank EUISS (EU Institute for Security Studies) attestiert der EU strukturelle Nachteile beim Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI) und rät zur Verabschiedung einer neuen KI-Strategie der EU. Wie das EUISS in einer aktuellen Analyse konstatiert, prägt die Verfügbarkeit von Energie zunehmend den globalen Wettlauf um KI. Dies steht – in Verbindung mit Importabhängigkeiten, einer veralteten Infrastruktur und einem marktorientierten KI-Ökosystem – den KI-Ambitionen der EU im Weg. 

Dem EUISS zufolge verfügen sowohl die USA als auch China über strukturelle Vorteile, die ihnen im globalen KI-Wettlauf eine Führungsposition verschaffen. Während die USA über große Vorkommen an fossilen Brennstoffen verfügen, zieht China Vorteile aus seinem Zugang zu diversifizierten Energieressourcen und aus seinen staatlichen Planungskapazitäten. Allerdings formiert sich – vor allem in den USA – zunehmend Widerstand gegen den raschen Ausbau von KI-Rechenzentren. In den Vereinigten Staaten, wo es allein im Juli zu 142 Protestaktionen kam, werden Bedenken hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauchs der Rechenzentren laut. Demonstranten fordern einen besseren Schutz der Ressourcen.


Weiterlesen: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10575