Die Angriffe auf Iran am 28. Februar durch Israel und die Vereinigten Staaten waren abgesprochen, wurden aber nicht gemeinsam durchgeführt. Jede der beiden Mächte verfolgte ihre eigenen Ziele, und Washington wollte die von Tel Aviv begrenzen. Die Ermordung von Ali Khamenei markiert einen persönlichen Sieg für Benjamin Netanjahu, aber eine Katastrophe für alle, die ihn als spirituellen Führer betrachteten.
Die israelischen und dann die amerikanischen Angriffe auf den Iran vom 28. Februar wurden von den internationalen Medien ausführlich kommentiert. Es ist überraschend festzustellen, dass die meisten Journalisten dieses Land nicht kennen und die Ereignisse im Lichte eines veralteten Schemas interpretieren. Die meisten von ihnen denken an die besonderen Beziehungen zwischen Tel Aviv und Washington. Manche haben die Analyse von John Mearsheimer und Stephen Walt verstanden, die zeigten, dass die Israel-Lobby den US-Kongress kontrolliert.
Leider geht diese Analyse auf das Jahr 2007 zurück und die Akteure haben sich seitdem geändert. Israel ist zu einem autoritären Staat geworden, der nicht mehr von "Zionisten" regiert wird (die sich auf Theodor Herzl berufen) sondern von "revisionistischen Zionisten" (Jünger von Wladimir Jabotinsky). Im Übrigen praktiziert dieser Staat die Folter, hat Zehntausende Zivilisten in Gaza massakriert und erwägt, die übrigen gewaltsam zu vertreiben. Die christlich-zionistische Bewegung ist nicht mehr die, die sie einmal war. Seit der Ermordung von Charles Kirk entwickelt sich bei den amerikanischen Christen eine Anti-Israel-Bewegung.
Auch der US-Kongress hat sich geändert. Seit der Tea Party wurde die Republikanische Partei von den "Jacksonianern" übernommen. Die Finanzierung ihrer Wahlkampagnen wird immer weniger vom American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) bereitgestellt und immer mehr von den Trump-Anhängern.
Vor allem aber hat sich die Welt verändert: Die militärische Vorherrschaft der Vereinigten Staaten existiert nicht mehr. Jetzt ist die Russische Föderation die stärkste Militärmacht. Präsident Trump versucht mit allen Mitteln sein Land vor Bankrott und Bürgerkrieg zu retten. Er zieht sich auf den amerikanischen Kontinent zurück, und hofft, dass Grönland und Island sich ihm anschließen werden. Während er behauptet, unbegrenzte finanzielle Mittel zu haben, kürzt er unbemerkt die Ausgaben des "amerikanischen Imperiums". Er plant das Ende der US-Unterstützung von Europa für Mitte 2027 und das Ende der US-Unterstützung von Israel für 2035.
Präsident Donald Trump geht die Israel-Frage an mit
- den mythischen Geschichten über die Gründung der Vereinigten Staaten und Israels, zwei von Gott "gewollten Staaten", die die Welt wie "Lichter auf dem Hügel" erleuchten;
- seiner persönlichen Abneigung gegenüber Benjamin Netanjahu, der ihn verriet, indem er Hillary Clinton und Joe Biden unterstützte;
- seinem Hilfe-Bedürfnis der großen Finanziers der jüdischen Diaspora, um dem Bankrott seines Landes zu entgegnen.
Präsident Donald Trump hat Israels Angriff auf den Iran am 13. Juni 2025 (Operation "Lion Rises") nicht unterstützt. Er hat bis zum 21. Juni gewartet, um die Operation „Midnight Hammer“ zu starten. Innerhalb eines Tages hat er mit Bunker brechenden Bomben Irans Nuklearanlagen beschädigt oder zerstört und damit jede Rechtfertigung für israelisches Handeln beseitigt. Damit zog er den "revisionistischen Zionisten" den Boden unter den Füßen weg, die Israel aufriefen, Iran nuklear zu bombardieren.
Im August-September 2025 hatte Donald Trump dasselbe in Bezug auf Gaza getan. Plötzlich hatte er behauptet, Israel werde palästinensisches Gebiet nicht annektieren, sondern die Vereinigten Staaten würden es in eine Riviera verwandeln. Selbst wenn Sie es nicht sehen, hat er Israel gezwungen, das Massaker der Gaza-Einwohner aufzugeben und humanitäre Hilfelieferungen in die palästinensische Enklave zuzulassen. Die Sterberate ist in wenigen Monaten drastisch gesunken und täglich werden 4200 Lastwagen voller Hilfsgüter verteilt. Natürlich hat er das Problem nicht gelöst, aber alle US-Regierungen und alle Staaten der Welt haben seit 80 Jahren versäumt, den Palästinensern zu helfen. Was er getan hat, ist zweifellos enttäuschend, aber er hat etwas getan, während alle anderen nur geredet haben.
Die US-Iran-Verhandlungen
Der „Führer der Revolution“ hat sich lange Zeit gegen die Wiederaufnahme der Verhandlungen ausgesprochen. Seiner Meinung nach, war es nicht möglich, mit Donald Trump zu diskutieren, nachdem dieser, im Alleingang, seine Vereinbarung zum JCPoA zurückgezogen hatte.
Der Zweck der von Steve Witkoff und Jared Kushner geführten Verhandlungen mit dem Iran war nie sehr klar. Wir wissen nur: Die USA haben dem Iran kostenlosen Brennstoff für ein ziviles Atomkraftwerk angeboten – auf unbestimmte Zeit – im Austausch mit Irans Einhalt der Uran-Anreicherung. Russland hat angeboten, das bereits zu 60 % angereicherte iranische Uran, bei sich zu Hause zu lagern. Iran hat beide Vorschläge abgelehnt.
Die Iraner haben sich geweigert, über ihre Raketen und die Finanzierung verbündeter ausländischer Gruppen zu sprechen. Sie hatten Recht, als sie sich weigerten, über ihre ballistischen Raketen zu sprechen, die Atomwaffen hätten tragen können, wenn sie solche besessen hätten, aber die zu diesem Zeitpunkt einfach nur Waffen wie alle andere waren. Es war für sie schwieriger, sich zu weigern, über ihre Hyperschallraketen zu sprechen, da die Vereinigten Staaten solche nicht besitzen und sie nicht abfangen können. Was die verbündeten Gruppen betrifft, die die Iraner finanzieren, konnten sie nicht hoffen, die libanesische Hisbollah und den irakischen Hashd al-Shaabi unter Umgehung der Souveränität des Libanon und des Irak zu finanzieren.
Mit dem besten Willen der Welt sind die US-Unterhändler jedoch auf Ablenkungsmanöver gestoßen. Um die Gespräche in die Länge zu ziehen, erklärte der Außenminister Abbas Araghtchi freundlich und auf sehr iranische Weise, dass er eine sehr große Menge schwach angereichertes Uran benötigte. Er präsentierte eine siebenseitige Liste mit Verwendungszwecken, darunter auch die Herstellung von Medikamenten. Die Amerikaner haben jedoch festgestellt, dass der Iran dafür nie Uran verwendet hat. Damit war das Vertrauen gebrochen.
Warum hat Israel den Iran angegriffen?
Israel versucht, die Islamische Republik zu stürzen und die Monarchie wiederherzustellen. Tel Aviv erinnert sich an die Freundschaft mit Schah Reza I. Pahlewi, obwohl ihre Beziehungen auch von einer harten Rivalität geprägt waren. Vor zwei Jahren holte der Mossad dessen Sohn, Reza II. Pahlewi zurück [1]. Er förderte ihn in den internationalen Medien und bei einigen Demonstrationen im Iran.
Es ist bekannt, dass die Vernichtung des Irans, Israels wichtigsten regionalen Rivalen, seit vierzig Jahren Benjamin Netanjahus persönliche Obsession ist. Am Rande sei erwähnt, dass dies das zweite Mal ist, dass sich Israel symbolisch dem iranischen Imperialismus anpasst, dessen Symbol der Löwe ist. Nach dem "Rising Lion" (sich erhebender Löwe) heißt diese Operation jetzt "Lion’s Roar (Brüllen des Löwen)."
Sein Ziel ist, Irans zivile Nuklearfusionsforschung zu vernichten, um sicherzustellen, dass die Öl- und Gasfirmen selbst noch eine Abhängigkeit von irgendeiner anderen Energiequelle finden. Benjamin Netanjahu hat bereits 2011 so etwas gemeint, als er sagte: "Unsere Hauptaufgabe ist es, zu verhindern, dass ein militantes islamistisches Regime Atomwaffen erwirbt, oder dass Atomwaffen in die Hände eines militanten islamistischen Regimes geraten. Das erste ist Iran, das zweite Pakistan, genauer gesagt, falls die Taliban Pakistan übernehmen (...) Das Erste, was man tun muss, ist, zu verhindern, dass sie Atomwaffen bekommen. Dies ist unsere erste Mission, und das zweite ist, einen Ersatz für Öl zu finden" [2].
Warum haben die USA den Iran angegriffen?
Die Vereinigten Staaten, die weiterhin Israels Beschützer sind, haben ihre Truppen nicht in das Gebiet entsandt, um Iran anzugreifen, sondern um die iranische Bevölkerung vor der vorhersehbaren Reaktion ihres Landes zu schützen. Das Pentagon hat eine Marinegruppe im Persischen Golf stationiert (um seine eigenen Militärbasen zu schützen) und jetzt eine zweite vor der Küste Israels (um es zu schützen).
Die US-Intervention, die wir erleben, "Epic Fury", war nicht darauf ausgelegt, von Dauer zu sein. Sie ist nicht mit Israels Intervention koordiniert. Es gibt keinen gemeinsamen Generalstab, und die Mehrheit der US-Soldaten ist inzwischen anti-Israel.
Die USA können Irans Hyperschallraketenfabrik zerstören und einige Anführer töten. Das ist alles. Sie wollen weder die Wiedereinsetzung des Schahs erzwingen noch die iranische Kernfusionsforschung zerstören.
Sie greifen nur ein, um zu verhindern, dass Israel Atomwaffen einsetzt, wie die USA es schon vor neun Monaten mit der Operation Midnight Hammer getan haben.
Vorbereitung der öffentlichen Meinung
Seit Beginn der US-Operationen gegen den Iran, mit dem Bankrott der Ayandeh-Bank im Oktober und den darauffolgenden Hungerprotesten in Teheran, hat Präsident Trump nun angekündigt, dass er nicht zulassen werde, dass die iranische Regierung ihr eigenes Volk abschlachte. Es wurde jedoch bald klar, dass diese Drohung nicht umgesetzt werden würde [3]. Washington hat die Verhandlungen mit Iran wieder aufgenommen, ohne anzugeben, was es zu verhandeln beabsichtigte. Das US-Außenministerium, für das Schah Reza II. eine Marionette des Mossad ist, beschäftigte sich ausschließlich mit der Entwicklung der Hyperschallraketen von Teheran. Da es erkannte, dass seine Sorge nicht populär sein würde, konzentrierte es sich auf die israelischen Vorwürfe gegen die iranische Bombe und griff diese auf.
Nun, es gab aber seit 1988 kein iranisches militärisches Nuklearprogramm mehr [4]; eine Feststellung, die von Russland und China während der JCPoA-Verhandlungen (2013–2015) bestätigt wurde. Und die weiterhin von Russland bestätigt wird, das am iranischen Zivilprogramm teilnimmt. Außerdem sollten wir uns daran erinnern, dass zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, den Senatoren, bei ihrer Anhörung am 24. März 2025 versicherte, dass Irans militärisches Atomprogramm nur eine Illusion sei. Sie schrieb dies sogar in ihrem jährlichen Zusammenfassungsbericht, der berichtet, was die Vereinigten Staaten bedrohen könnte [5].
Um diese Befürchtung zu untermauern, sagte Steve Witkoff am 22. Februar 2026 in der Fox-News-Sendung My View, dass der Iran einen so großen Uranvorrat auf 60 % angereichert habe, dass er in der Lage sei, innerhalb einer Woche eine Atombombe zu bauen [6].. „Angesichts der Marine- und Seemacht, die wir dort haben, warum sind sie nicht zu uns gekommen und haben gesagt: Wir wollen keine Atomwaffen, Folgendes sind wir bereit zu tun?" fuhr er fort.
Vizepräsident JD Vance setzte noch einen drauf. Am 26. Februar erklärte er: „Der Iran darf keine Atomwaffen besitzen. Wenn sie versuchen, eine Atomwaffe wieder aufzubauen, verursacht uns das Probleme. Tatsächlich haben wir Beweise dafür gesehen, dass sie genau das versucht haben.“ [7].
Diese Narrativ steht im Widerspruch zu Präsident Trumps früheren Aussagen, dass Operation Midnight Hammer Irans Atomprogramm "ausgelöscht" habe. Allerdings hat kein anderes Medienunternehmen diese Änderung der Rhetorik bemerkt.
Vorbereitung der militärischen Operationen
Während anderthalb Monaten zeigt die Propaganda unaufhörlich die Stationierung von US-Truppen rund um den Iran. Es reichte jedoch aus, festzustellen, dass sie dieses Land nicht bedrohte, sondern darauf abzielte, die US-Stützpunkte im Persischen Golf und anschließend israelisches Gebiet zu schützen.
Der Angriff, der koordiniert und nicht gemeinsam war, konnte erst stattfinden, als alle US-Truppen bereit waren und Narendra Modi, der indische Premierminister, Israel verlassen hatte.
Die Vereinigten Staaten haben Israel am Ende der von Donald Trump für den Iran gesetzten zehntägigen Frist erstklassige Geheimdienstinformationen übergeben, aber zwei Tage vor der Wiener Verhandlungsrunde. Also hielt der Präsident sein Wort, täuschte jedoch die Iraner, indem er ihnen vorgaukelte, er würde Verhandlungsführer nach Wien schicken.
Der doppelte israelische und us-amerikanische Angriff
Israels erstes Ziel war die Residenz von Ayatollah Ali Khamenei, wo ein Treffen der ranghöchsten Würdenträger des Regimes stattfinden sollte. Informiert von der CIA feuerten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) eine Reihe konventioneller Bomben ab, bis sie damit ein Loch gegraben hatten, das ihnen ermöglichte, den unterirdischen Bunker zu erreichen, in dem das Treffen stattfand. Gleichzeitig "trafen" sie andere politische Ziele. Zwei weitere Kommandositzungen wurden gleichzeitig von Israel ins Visier genommen.
Erst nach dem Tod des Hüters der Islamischen Revolution schalteten sich die Vereinigten Staaten ein. Ihr Ziel war es, den israelischen Expansionismus einzudämmen.
Die internationale Presse zitiert Richard Haass, Ehrenpräsident des Council on Foreign Relations (CFR): "Dies ist ein Krieg der Wahl ... Dies war kein Krieg, den wir jetzt führen sollten. Es ist nicht so, dass Iran eine neue Schwelle überschritten und eine unmittelbare Gefahr darstellt. Das ist ein präventiver Angriff... Dies ist kein Krieg der Notwendigkeit.»
Präsident Trumps Rede, in der er den "Regimewechsel" ankündigte, wie sie von seinen Gegnern, den Straussianern, befürwortet wird, muss entweder als vollständige Änderung seiner Politik oder als Zugeständnis an seine israelischen Verbündeten interpretiert werden. Im Moment wissen wir es noch nicht.
Die Ermordung von Ali Khamenei
Wir müssen die Bedeutsamkeit der Ermordung von Ali Khamenei durch Israel begreifen. Er war der oberste Anführer der Schiiten. Was auch immer man von ihm hält, seine Ermordung ist nicht nur eine politische Tatsache, sondern auch ein Akt eines Religionskrieges. Fragen wir uns, wie wir reagieren würden, wenn Israel den Vatikan bombardieren und Papst Leo XIV., einen Unterstützer palästinensischer Katholiken, ermorden würde?
Ali Khamenei war kein Dichter und Denker, der mit Ruhollah Khomeini vergleichbar war. Aber er wollte immer in seine Fußstapfen treten. Er war jedoch nicht gut alt geworden. Vor sechzehn Jahren verhandelte er heimlich mit US-Präsident Barack Obama darüber, Mahmoud Ahmadinejad abzusetzen und seinem designierten Nachfolger die Kandidatur für das Präsidentenamt zu untersagen. Er hatte seine hauptsächlichen Kollaborateure verhaften, heimlich vor Gericht stellen und inhaftieren lassen, zum Nutzen des sehr korrupten Hassan Rouhani, und dann des fanatischen Ebrahim Raisi.
Jedenfalls, wenn man sehr schlecht darüber denkt, was aus Ali Khamenei (86 Jahre alt) geworden war, ist die Ermordung eines religiösen Führers dieses Ranges ein Verbrechen, das den gesamten Nahen Osten erschüttert hat.
So beseitigte Israel seine drei Hauptgegner: Yahya Sinwar (Hamas), Hassan Nasrallah (Hisbollah) und Ali Khamenei (Iran). Drei Führer, die sich stark unterschieden, aber die alle drei gegen die Schaffung eines ausschließlich jüdischen Staates in Palästina waren.
Irans Reaktion
Die iranische Reaktion scheint äußerst konfus zu sein. Die Revolutionsgarden (bekannt als die "Pasdarans") feuerten in alle Richtungen auf Israel und auf US-Stützpunkte in der Region, von Jordanien bis Katar.
Das ist eine absurde Reaktion:
- Katar ist ein sunnitischer ideologischer Verbündeter der Islamischen Revolution des Iran. Beide Länder verwenden dieselbe theologische Sprache.
- Kuwait ist auch ein Verbündeter Irans, dem Kuwait während der Covid-19-Epidemie geholfen hat. Heute gibt es sicherlich einen Gasstreit auf dem Durra-Feld.
- Saudi-Arabien war ein entschiedener Feind der Islamischen Republik, ist aber seit der Versöhnung, die China vor drei Jahren vermittelte, zu einem Verbündeten geworden.
- Die VAE sind ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Verbündeter Irans, und umgekehrt. Dubai, das teilweise eine iranische Stadt ist, konnte nur gebaut werden dank seiner Rolle bei der Umgehung der einseitigen Zwangsmaßnahmen (fälschlicherweise als Sanktionen bezeichnet) der Vereinigten Staaten gegen Iran.
- Oman hat dem Iran stets wertvolle diplomatische Unterstützung geleistet. Seit 2013 haben die Vereinigten Staaten in Oman indirekt mit dem Iran gesprochen.
- In den letzten fünf Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Iran und Jordanien weiterentwickelt. Die Möglichkeit, dass iranisches Öl durch den Irak transportiert wird, wurde aufgeworfen. Es scheint durch die Anwesenheit iranischer Informanten unter den irakischen Ölgesandten behindert worden zu sein. Irak ist der einzige Staat, der heute vom Iran bombardiert wurde, gegen den Teheran eine Rechtfertigung für sein Vorgehen finden konnte.
Die iranischen Bombardierungen sind möglicherweise nicht als Ganzes geplant, da die Kommunikationskanäle zwischen den verschiedenen Raketenbasen von der israelischen und amerikanischen Luftwaffe zerstört worden sein konnten. Jedenfalls erwecken sie den Eindruck von Initiativen, die nicht darauf abzielen, die Bevölkerung zu verteidigen, sondern lediglich das Regime zu verlängern.
Die paradoxen Folgen der israelischen und us-amerikanischen Interventionen
Gewalt hat oft perverse Effekte. Ali Khamenei war der Hüter der Lehre von Imam Khomeini. In dieser Funktion sorgte er unter anderem dafür, dass Iran keine Massenvernichtungswaffen erwarb. Es war eine Fatwa, die 1988 erlassen wurde, als Präsident Saddam Hussein während des im Irak verhängten Krieges gegen den Iran chemische Raketen gegen seinen Feind abfeuerte. Diese Schlacht forderte den Tod und die Krankheit vieler Iraner. Khomeini hatte daraus gelernt: Ein islamischer Staat sollte niemals eine Massenvernichtungswaffe einsetzen, die viele Menschen wahllos töten würde.
Indem Khomeini den Islam auf diese Weise interpretierte, beendete er das Atomprogramm, das der Schah mit Frankreich führte. Khamenei folgte seinem Beispiel, aber heute hat Iran keinen Leitfaden mehr. Die nationalistischen Kräfte machten keinen Hehl aus ihrem Wunsch, Persien mit einer solchen Waffe auszustatten. Sie rechtfertigen ihren Wunsch mit dem Beispiel Nordkoreas: einem Staat, der immer noch im Krieg mit den Vereinigten Staaten ist, den diese jedoch nicht mehr angreifen wollen.
Iran verfügt derzeit über eine sehr große Anzahl von Nuklearingenieuren. Es wird für die Bombenbefürworter nicht schwierig sein, ein Team zusammenzustellen, das ihr Projekt umsetzt. Schätzungen zufolge sind im Land 400 Kilogramm Uran auf 60 % angereichert. Iran verfügt noch über die notwendigen Zentrifugen, um dieses Uran etwas weiter anzureichern und die notwendigen 98 % zu erreichen.
Paradoxerweise macht die Ermordung von Ali Khamenei, angeblich um ein militärisches Atomprogramm zu bekämpfen, das nicht existierte, dies möglich.
Anmerkungen
[1] „Iran am Rande des Zusammenbruchs“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 10. Februar 2026,
[2] « A World View Interview with Benjamin Netanyahu », Les nouvelles, 2011. « YouTube World View Interview With PM Benjamin Netanyahu. Transcription », Prime Minister’s Office, March 3, 2011.
[3] "Iran am Rande des Zusammenbruchs", von Thierry Meyssan, Voltaire Network, 10. Februar 2026.
[4] "Wer fürchtet sich vor Irans ziviler Atomkraft? ", von Thierry Meyssan, Voltaire Network, 30. Juni 2010.
[5] Annual threat assessment of the U.S. Intelligence community, March 26, 2025.
[6] « Witkoff warns Iran is ‘a week away’ from ’bomb-making material’ as Trump weighs action », Taylor Penley , Fox News, February 22, 2026.
[7] « Iran : JD Vance affirme que les États-Unis ont des "preuves" de tentatives nucléaires iraniennes, avant les négociations de Genève », Antoine Joubeau, TV5Monde, 26 février 2026.