Deutscher Aussenminister Wadephul in Bern: Druck auf die Schweiz
Allianz gegen Russland soll enger werden

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (CDU) war am Mittwoch vergangener Woche Ehrengast an der Botschafterkonferenz in Bern und traf seinen Schweizer Amtskollegen Ignazio Cassis. Im Mittelpunkt standen die bilateralen Beziehungen, das neue Vertragspaket Schweiz-EU sowie die Sicherheit in Europa.

Wadephul dankte der Schweiz ausdrücklich dafür, dass sie die EU-Sanktionen gegen Russland übernommen hat. Er warb für eine «flexible und aufrichtige» Neutralität, die gemeinsame Werte mit den westlichen Partnern teile. Cassis seinerseits bewarb die EU-Verträge als «pragmatischen Weg zwischen Eigenständigkeit und Zusammenarbeit» und bekräftigte die humanitäre Unterstützung der Schweiz für die Ukraine sowie den Wiederaufbau und das Sminamento.

Das ist ein weiterer Schritt, die Schweiz enger an die westliche Allianz gegen Russland zu binden. Deutschland bleibt der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Schweiz. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund der bevorstehenden Volksabstimmung zur Neutralitätsinitiative und der parlamentarischen Beratung des EU-Pakets statt.