Die tschechische Abgeordnetenkammer hat den Staatshaushalt für 2026 mit einem Defizit von 310 Milliarden Kronen (ca. 12,7 Mrd. €) verabschiedet. Die Verteidigungsausgaben bleiben bei rund 154,8 Mrd. Kronen und erreichen nur etwa 1,7–1,8 % des BIP – deutlich unter dem NATO-Ziel von 2 %. Stattdessen profitieren Bereiche wie Gesundheit und Soziales von relativer Priorisierung, da die Regierung auf leere Kassen und dringendere Inlandaufgaben verweist.Gewerkschaften und Opposition begrüssen die Umverteilung zugunsten sozialer Ausgaben, während NATO-Partner und der US-Botschafter scharfe Kritik üben: Die Stagnation gefährde die Bündnissolidarität. Prag betont, man halte langfristige Verpflichtungen (bis 2035 auf 5 % BIP) ein, plane aber schrittweise Steigerungen. Die Opposition fordert mehr Transparenz bei den Prioritäten angesichts geopolitischer Spannungen.