Flamingo-Revolution in Albanien
Albanische Exilbewohner schliessen sich den Protesten in Tirana an

Nach 76 Tagen friedlicher Proteste erwartete die «Flamingo-Revolution» Mitte August Hunderte Mitglieder der albanischen Diaspora aus Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und Österreich. Sie schlossen sich den abendlichen Kundgebungen am Boulevard der Märtyrer der Nation in Tirana an.

Auslöser waren geplante Luxusresorts von Jared Kushner und Ivanka Trump in den geschützten Gebieten von Zvërnec und auf der Insel Sazan. Das 2024 verabschiedete Gesetz Nr. 21/2024 erlaubt solche Projekte auch in Naturschutzgebieten. Die Demonstrierenden fordern dessen Aufhebung, den Rücktritt der Regierung von Premier Edi Rama sowie eine technische Übergangsregierung und Neuwahlen.

Die Bewegung ist basisdemokratisch und dezentral organisiert. Sie vereint Jugendliche, Umweltschützerinnen, Rentner und Familien. Die Proteste dauern allabendlich an und sollen bis in den Herbst fortgesetzt werden – bis zum Regierungsrücktritt.