Hilfsaktion für Kuba
Ein internationales Bündnis aus sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen hat eine humanitäre Mission für Kuba angekündigt.

Unter dem Namen „Nuestra America“ (Unser Amerika) soll im März ein Schiffskonvoi mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Medikamenten und Nahrungsmitteln Richtung Kuba in See stechen. Die Flotilla „Nuestra America“ wurde inspiriert durch die Flotilla Global Sumud, welche versucht hat, auf dem Seeweg den von Israel abgeriegelten Gazastreifen mit Hilfsgütern zu versorgen. Wegen der Blockadepolitik der USA und der Verhängung eines Erdölembargos gegen den Karibikstaat durch US-Präsident Trump, verschlechtert sich auch auf Kuba die Versorgungslage zusehends.

Widersprüchliche Signale aus Mexiko

Kurz bevor Trump allen Ländern, die das Erdölembargo umgehen, mit Strafzöllen drohte, hat auch Mexiko seine Erdöllieferungen nach Kuba eingestellt. Beides hat laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum nichts miteinander zu tun. Da aber Venezuela bereits seit der Entführung von Präsident Maduro Anfang Januar kein Erdöl mehr nach Kuba liefert, ist die Karibikinsel jetzt de facto von jeglicher Treibstoffversorgung abgeschnitten, was zu starken Einschränkungen im Verkehrssektor führt. Das könnte, so Sheinbaum, eine humanitäre Krise und die Gefährdung der Gesundheits- und Lebensmittelversorgung auslösen. Deshalb kündigte sie humanitäre Hilfslieferungen an, von denen bereits 800 Tonnen Kuba erreicht haben. Die Lieferungen von Erdöl schloss Sheinbaum allerdings aus, um die Handelsbeziehungen zu den USA nicht zu beeinträchtigen.

Mexikanische Kuba-Solidarität fordert Ausweitung der Hilfslieferungen

Der Movimiento Mexicano de Solidaridad con Cuba – die mexikanische Bewegungen zur Solidarität mit Kuba – sieht aufgrund der langjährigen solidarischen Beziehungen beider Länder die Hilfslieferungen als nicht ausreichend an. Sie wirft dem mexikanischen Staat auch eine ambivalente Haltung angesichts der US-amerikanischen Aggression vor und fordert von Sheinbaum nicht nur eine Ausweitung der humanitären Hilfe, sondern auch die Wiederaufnahme der Erdöllieferungen.