Israelische Soldaten nach Gruppenvergewaltigung an palästinensischem Gefangenen rehabilitiert
Verteidigungsminister Katz entschuldigt sich bei Soldaten und ordnet Rückkehr in den Dienst an

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat am 16. März 2026 fünf Soldaten getroffen, die der schweren sexuellen Misshandlung – darunter einer Gruppenvergewaltigung – eines palästinensischen Gefangenen aus Gaza im Sde-Teiman-Haftlager beschuldigt worden waren. Er entschuldigte sich bei ihnen für das angebliche «Unrecht, das das System ihnen angetan hat», und wies die Armee an, sie sofort wieder in den aktiven Dienst zu stellen.

Nur eine Woche zuvor hatte der neu ernannte Chef-Militärstaatsanwalt Maj. Gen. Itay Ofir das Verfahren eingestellt. Er begründete dies mit «aussergewöhnlichen Umständen», darunter der Leak eines Überwachungsvideos aus dem August 2024, prozeduralen Problemen und der Tatsache, dass der Betroffene im Oktober 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs nach Gaza zurückgekehrt sei. Das Video zeigte allerdings tatsächlich schwere Misshandlungen, einschliesslich des Einsatzes von Hunden, Rippenbrüchen, Lungenverletzungen und rektaler Verletzungen durch einen spitzen Gegenstand.

Premierminister Benjamin Netanyahu begrüsste die Einstellung als Ende einer «Blutlüge» gegen die Soldaten der Einheit 100. Katz lobte die neue Linie des Militärstaatsanwalts, die «die Soldaten schützt und nicht die Terroristen», und betonte: «Gerechtigkeit ist geschehen.»

Der Fall hatte in Israel und international heftige Kritik ausgelöst. Damit werde ein Signal systematischer Straflosigkeit für Misshandlungen in israelischen Haftanstalten gegeben. Organisationen wie B’Tselem nennen diese auch «Folterlager». Der israelische Staat stellt sich nun voll hinter die folternden Soldaten, die nun ungehindert in den Militärdienst zurückkehren können.