Vertreter indigener Völker und Organisationen aus Südamerika, Asien und dem Pazifik haben Ende Januar in Jakarta die wegweisende «Jakarta-Erklärung» verabschiedet. Das internationale Treffen, organisiert von AMAN, SIRGE Coalition, Survival International, IWGIA, GTI PIACI, EARTHWORKS und Tallgrass Institute, brachte über 70 Teilnehmende zusammen.
Die Erklärung fordert Staaten, Institutionen und Unternehmen auf, die Gebiete und Rechte unkontaktierter Völker (PIACI) zu schützen: Verbot von Bergbau, Holzeinschlag und Zwangskontakten ohne freie, vorherige und informierte Zustimmung; Schutz vor Missionar:innen, Abenteurer:innen und Influencer:innen. Besonders kritisiert wird der Nickelabbau, der etwa die Hongana Manyawa in Indonesien bedroht.
Sophie Grig von Survival International: «Diese historische Erklärung symbolisiert, wie indigene Völker weltweit zusammenkommen, um Schutz zu fordern. Unkontaktierte haben ein Recht zu existieren – aber das geht nur, wenn ihre Territorien geschützt werden.»
Survival warnt: Über 90 % der rund 200 unkontaktierten Völker sind durch Ressourcenabbau gefährdet; die Hälfte könnte in zehn Jahren verschwinden. Die Erklärung gilt als Meilenstein für Rechte in der Energiewende.