Weltweit sinken die Emissionen von Aerosolen – vor allem dank strengeren Vorschriften in China und auf den Meeren. Forscher der Tsinghua-Universität haben nun berechnet, dass dies die globale Erwärmung zwischen 2013 und 2023 um 0,044 Grad Celsius beschleunigt hat.
Feinstaub aus Reifenabrieb, Bremsen und Dieselverbrennung verursacht schwere Gesundheitsschäden. Allein in der Europäischen Union starben 2024 rund 239 000 Menschen daran. In Berlin sind es jährlich etwa 3500 Todesfälle, mehr als durch Verkehrsunfälle bundesweit. Viele Städte haben deshalb Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge erlassen.
Die Schwebeteilchen reflektieren Sonnenstrahlen ins Weltall und fördern die Wolkenbildung, was zusätzlich abkühlend wirkt. Weniger Aerosole bedeuten daher mehr einfallende Strahlung auf die Erdoberfläche. Die Massnahmen zur Luftreinhaltung sind gesundheitlich dringend nötig, verstärken aber gleichzeitig die Klimaerhitzung, wie die Studie im Fachblatt PNAS zeigt.