Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, wird aus den eigenen Reihen kritisiert. Die Beanstandungen kommen von der Basis, aus der Fraktion und aus den Staatskanzleien der Bundesländer, aber auch von den Wählern. Die milliardenschweren Schuldenpakete seien der Stein des Anstosses. Vor allem das Sondervermögen für die Infrastruktur in Höhe von 500 Milliarden Euro treibe viele Konservative auf die Barrikaden, ist in der Rheinischen Post zu lesen.
Dass Merz seine Position zur Schuldenbremse nach der Wahl diametral geändert habe, verstimme die Wähler. In einer Umfrage des ZDF-Politbarometers Ende März sind 73 Prozent der Befragten – darunter 44 Prozent der CDU/CSU-Anhänger – der Meinung, die Union und ihr Kanzlerkandidat Merz hätten mit ihren Finanzplänen die Wähler getäuscht. Es gebe auch Kritik an Merz’ Verhandlungsstil und -geschick. DIE CDU sei unorganisiert in die Koalitionsverhandlungen gegangen, es fehlte zudem anfangs ein Zeitplan. Man merke, dass Merz noch keine Koalitionsverhandlungen geführt habe. Wird es reichen für die Kanzlerwahl mit der knappen Mehrheit im Bundestag trotz der vielen Unzufriedenen?
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