Eine internationale Studie hat Nano- und Mikroplastik im Muskelgewebe von Raubfischen aus Atlantik, Pazifik und Indischem Ozean nachgewiesen. Untersucht wurden Gelbflossenthunfische und Goldmakrelen. Fünf Kunststoffarten machten rund 99 Prozent der gemessenen Belastung aus. Am häufigsten fanden die Forschenden Polyethylen, gefolgt von Nylon-66, Polypropylen und PVC.
Die Belastung unterschied sich je nach Fischart und Meeresregion deutlich. Gelbflossenthunfische wiesen häufig wesentlich geringere Konzentrationen auf als Goldmakrelen – obwohl sie in der Nahrungskette meist höher stehen. Einen Zusammenhang zwischen der Position in der Nahrungskette und der Plastikbelastung fanden die Forschenden nicht.
Die Ergebnisse zeigen, dass Nano- und Mikroplastik selbst in höheren Stufen pelagischer Nahrungsnetze weit verbreitet ist. Die Kunststoffzusammensetzung könnte zudem Hinweise darauf geben, wo und wie lange sich einzelne Tiere zuvor aufgehalten haben.