Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), sogenannte Ewigkeitschemikalien, finden sich in vielen Arzneimitteln – als Wirkstoffe, Hilfsstoffe oder in der Produktion. Eine Studie der Universität Freiburg im Breisgau hat 111 PFAS-haltige Wirkstoffe identifiziert. 87 Prozent davon lassen sich durch PFAS-freie Alternativen ersetzen.
Die Belastung durch Medikamente ist zwar relativ gering, summiert sich aber wegen steigenden Konsums. Swissmedic veröffentlicht keine Liste PFAS-haltiger Präparate. Patientinnen und Patienten können die Information bei der Zulassungsinhaberin anfordern. Experten fordern, dass Ärztinnen und Ärzte bevorzugt PFAS-freie Medikamente verschreiben können, wenn der therapeutische Nutzen gleichwertig ist. Damit liesse sich die Umweltbelastung deutlich senken.