UBS erhält Millionenbusse von US-Aufsicht
Washington diszipliniert Schweizer Grossbank

Die US-Finanzaufsicht FinCEN hat der Schweizer Grossbank UBS eine Busse von 125 Millionen US-Dollar auferlegt. Zwischen 2019 und 2023 habe die Bank verdächtige Transaktionen nicht rechtzeitig gemeldet und damit gegen den Bank Secrecy Act verstossen. Im Fokus standen Fremdwährungsgeschäfte sowie ungenügende Sorgfalt bei Hochrisikokunden aus Russland und Lateinamerika.

UBS gilt als Wiederholungstäterin; bereits 2018 musste sie 14,5 Millionen Dollar zahlen. Als Auflage muss die Bank ihre Geldwäscheprävention unabhängig prüfen lassen – mit Schwerpunkt auf Risiken an der US-Südgrenze, Drogenhandel sowie Iran, Russland und Venezuela. Diese Prioritäten decken sich mit aussenpolitischen Interessen der USA.

Der Fall reiht sich in eine Serie von US-Interventionen gegen Schweizer Banken ein. Der Zugang zum Dollarsystem dient als Hebel. Die Schweizer Behörden halten sich zurück, da der Fall US-Recht betrifft. Die UBS selbst spricht von einem abgeschlossenen Kapitel und betont die Behebung der Schwachstellen.